LIEBE FESTIVALBESUCHERINNEN UND -BESUCHER!

Als Biedermeier wird die Zeitspanne vom Ende des Wiener Kongresses 1815 bis zum Beginn der bürgerlichen Revolution 1848 in den Ländern des Deutschen Bundes bezeichnet. Das sagt Wikipedia. Und es stimmt.
Das neue Biedermeier? Eine Wiederkehr häuslicher Flucht ins digitale Wohnzimmer. Man mag den Virus schon gar nicht mehr nennen. Und kann ihn doch nicht verleugnen. Manche tun’s. Der Klangraum bleibt sich treu und ist politisch im Hören. Sprich, schafft jenen Raum, der nötig ist, um hörend und schauend dem Menschlichen seine Pforten zu öffnen. Den Sinnen. Darin liegt die größte Freiheit. Die Gedanken sind frei! Heißt es fast posaunend an anderer Stelle. Also dieser prickelnde Widerstand gegen alles Gleichförmige, Maschinelle, Nivellierte, Optimierte.

Das Hören ist frei!

Die Künstlerinnen und Künstler des aktuellen Klangraumes sind alles andere als bieder. Das Biedermeier steckt im Detail, in den Programmen, im lustvollen Widerstand gegen das Draußen. Innenwelten als Fluchtburgen schöner und weiter Gedanken.

Katharina Konradi singt Schubert, Lukáš Vondráček spielt Schumann, Benjamin Herzl offeriert ein „geigendes“ Hochzeitsgeschenk, die „Bilder einer Ausstellung“ bekommen Saxophon und Cellobesuch und Theresa Kronthaler hofft ebenso wie der Intendant, ihr wunderbar „mahlerisches“ Programm endlich auch singen zu dürfen.

Das neue Biedermeier. Ein Virus? Nein!

Vielmehr eine musikalische Durchdringung gesellschaftlicher Gegebenheiten.

Ich freue mich auf Ihren Besuch,
Ihr
Thomas Bieber

Klangraum Waidhofen

Für viele Klassikliebhaber hat sich der Klangraum Waidhofen zu einem der arriviertesten Kammermusikfestivals Österreichs entwickelt.

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