Künstler 2019

Martin Schwab

– Rezitation

Amarcord Wien

– Ensemble

„Müsste man den Begriff Musik in seiner schier unfassbaren Vieldeutigkeit erklären, so gäbe es eine kurze und prägnante Antwort: Amarcord Wien“ – große Worte eines bekannten österreichischen Musikkritikers anlässlich eines Konzerts im Brucknerhaus Linz.

Und Dirigent Franz Welser Möst schrieb: „Man diskutiert heute so oft über neue Wege im Konzertleben: hier ist ein großartiges Paradebeispiel, dass der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Den klassischen Tugenden verpflichtet finden diese Künstler auf höchstem Aufführungsniveau Pfade, die noch nicht ausgetreten wurden.“

Mehr anzeigen

Beim Festhalten an gängigen Etikettierungen gerät man leicht in Schwierigkeiten beim Versuch, Amarcord Wien einzuordnen. Mit eindeutigen Wurzeln in der Klassik bewegen sich die Musiker durch ihren Zugang zur Musik weit darüber hinaus.

Ein Grundprinzip ist es, Arrangements gemeinsam zu finden, sie immer wieder neu zu formen, damit zu spielen und die Musik ohne Scheu vor der Endgültigkeit des Originals zu bearbeiten. Bis sie eben zu Amarcord wird. Will heißen: ungebremste Spiellust steht vor Werktreue gepaart mit dem so typischen Klang des Ensembles, absolut transparent, hoffnungslos verspielt und improvisatorisch zufällig, alles auf der Basis höchster technischer Perfektion. Dem Ensemble gelang seit seiner Gründung im Jahr 2000 damit die Schaffung einer Marke, mit der es sein Publikum in der ganzen Welt zu begeistern vermag.

Amarcord Wien ist zuhause im Wiener Musikverein und im Konzerthaus Wien, dem Grazer Congress und dem Brucknerhaus Linz, gastierte bei den Schwetzinger und den Ludwigsburger Festspielen, dem Bodenseefestival, dem Istanbul Festival, dem Osterklang Wien und der Klangwolke Linz, den Luzerner Festspielen, dem Nomus Festival Novi Sad, dem Attergauer Kultursommer und den Gustav Mahler Musikwochen im italienischen Toblach, spielte Konzerte in Paris, Bratislava, München, Mailand, Venedig und vielen anderen Orten, darunter in der Philharmonie St. Petersburg, im Tchaikovsky-Saal in Moskau, im Opernhaus von Shanghai und im antiken Amphitheater im türkischen Ephesus.

Weniger anzeigen

Chris Pichler

– Rezitation

Die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete österreichische Schauspielerin verfügt über ein vielfältiges Charakterrollenrepertoire, dessen Brandbreite von der Klassik bis zur Moderne reicht und lebt in Wien und Berlin.

Sie spielt regelmäßig an renommierten deutschsprachigen Bühnen: Berliner Ensemble, Schauspiel Frankfurt, Schauspielhaus Hamburg, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Festspiele Reichenau, Hans Otto Theater Potsdam, Schauspiel Dortmund, Musikverein Wien, Konzerthaus Wien, Theater in der Josefstadt, Volkstheater Wien, Staatstheater Wiesbaden, Wiener Festwochen, Deutsches Nationaltheater Weimar, Kunstfest Weimar, Altonale Hamburg, Grand Théâtre Luxembourg, Schlossparktheater Berlin, Meininger Staatstheater, Landestheater St. Pölten, Sommerfestspiele Perchtoldsdorf, Staatstheater Kassel etc.

Mehr anzeigen

Vom Publikum und Kritikern europaweit gefeiert sind ihre ausdrucksstarken Soloprogramme, in deren Mittelpunkt Frauen der Zeitgeschichte stehen wie Jackie Kennedy und Marie Antoinette, aber auch literarische Vorlagen, wie Molly Bloom von James Joyce. Allen voran „Romy Schneider – Zwei Gesichter einer Frau“. (Preis: Schauspielerin des Jahres Ö1 ORF). Mit ihrem Soloabend „Ich – Marilyn“ ist sie in vielen Theatern eingeladen: Berlin, Köln, Wiesbaden, Theater in der Josefstadt Wien, Ruhrfestspiele Recklinghausen etc. Für die Uraufführung ihres neuen Solotheaterabends “Sisi – Kaiserin der Herzen“ erntete sie von Kritik und Publikum höchste Anerkennung.

Den Zuschauern ist sie bekannt aus zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen, darunter Soko Donau, Soko Kitzbühel, Schnell ermittelt, Der Winzerkönig, Der Elefant, Herzdamen, Gebürtig und Blindflug.

Ihre erste Regie einer Barockoper „La Giuditta“ von Alessandro Scarlatti war am Hessischen
Staatstheater Wiesbaden 2017 ein großer Erfolg. Chris Pichlers markante Stimme ist von vielen Sendern in Deutschland, Österreich und der Schweiz gefragt (WDR, Deutschlandradio, RBB, SWR, MDR, ORF) und in zahlreichsten zum Teil preisgekrönten Hörbüchern und Hörspielen zu hören.

Sie schreibt Libretti, macht Musikproduktionen, Konzerte (Mozart, Haydn, Chopin etc.). Sie tritt mit Kinderkonzerten auf, u. a. in der Staatsoper Berlin, Jeunesse, Musikverein Wien („Dornröschen“, „Der Kleine Prinz“, „Paddington Bär“) und macht darin zum Teil auch die Geräusche. Ihre Lesungen sind inszenierte Theaterabende, deren Fassungen sie selbst erstellt (z. B. „Der gefährliche Duft der Liebe“). Sie tritt in Livehörspielen, wie der Trilogie „Hollywood On Air” (Konzerthaus Wien, Bar jeder Vernunft) oder „Gaslicht“ auf.

Chris Pichler verfügt über ein großes Lieder-Repertoire: Vom Wiener Lied bis zur Dreigroschenoper über Marilyn Monroe Songs bis hin zu Liedern der 20er Jahre.

Weniger anzeigen

Claire Huangci

– Klavier

Huangci, ehemals Wunderkind, welches mit außergewöhnlicher Virtuosität die Klavierwelt schon früh in Staunen versetzte, ist zur reifen Künstlerin herangewachsen. Ihre Interpretation der Werke von Mozart, Beethoven und Schubert besticht durch ihre Kreativität und wirkt frisch und überzeugend. (Jury-Statement, 1. Preis des Concours Geza Anda 2018)

Die junge amerikanische Pianistin mit chinesischer Abstammung, Gewinnerin des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018, zieht ihr Publikum durch „glitzernde Virtuosität, gestalterische Souveränität, hellwache Interaktion und feinsinnige Klangdramaturgie“ (Salzburger Nachrichten) in den Bann.

Mehr anzeigen

Mit neun Jahren startete Claire Huangci eine internationale Karriere mit Stipendien, Konzertauftritten und Preisen – unter anderem erhielt sie als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Internationalen ARD Musikwettbewerb 2011. Wichtige Impulse erhielt sie von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman am Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover wechselte. Ihm steht sie seit Abschluss ihres Studiums als Assistenz im Unterricht zur Seite.

Zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn fiel Claire Huangci besonders als ausdrucksstarke Chopin-Interpretin auf und erhielt erste Preise bei den Chopin-Wettbewerben in Darmstadt und Miami (2009/2010). Inzwischen beweist sie ihre große Wandlungsfähigkeit mit einem ungewöhnlich breiten Repertoire, in das sie auch immer wieder zeitgenössische Werke aufnimmt.

In Solorezitalen und als Partnerin internationaler Orchester wie dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (unter Roger Norrington), dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Münchner Kammerorchester, dem China Philharmonic Orchestra, dem Vancouver Symphony Orchestra, dem Santa Fe Symphony Orchestra sowie dem Tschaikowsky-Symphonieorchester des Moskauer Rundfunks konzertierte Claire Huangci bereits in international bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, dem Wiener Konzerthaus, dem Konzerthaus Berlin, dem Gasteig München, dem Gewandhaus Leipzig, der Salle Cortot, der Oji Hall Tokyo und der Symphony Hall Osaka sowie auf Festivals wie dem Kissinger Sommer, Verbier Festival, Menuhin Festival Gstaad, Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival und den Schwetzinger Festspielen.

Nachdem sie in der vergangenen Saison unter anderem mit ihren Solo-Debüts an der Elbphilharmonie Hamburg und beim Klavierfestival Ruhr sowie auf einer Chinatournee mit dem RSO Wien unter Cornelius Meister überzeugte, folgt sie zum Auftakt der Saison 2018/19 einer Einladung des Berner Sinfonieorchesters unter Mario Venzago. Weitere Konzertauftritte führen sie unter anderem an das Wiener Konzerthaus, die Franz Liszt Akademie Budapest, die Tonhalle Maag Zürich und die Suntory Hall Japan.

Nach ihrer Debüt-CD mit Solowerken von Tschaikowsky und Prokofjew und ihrem preisgekrönten Doppelalbum mit Scarlatti-Sonaten (Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie „Editor’s Choice“ vom Magazin Gramophone) erschien im Frühjahr 2017 ihre vielgelobte Einspielung der Nocturnes von Chopin. „Braucht es noch eine Aufnahme von Chopins Nocturnes? Eigentlich nein! Aber wer die brandneue Doppel-CD von ClaireHuangci hört, sagt dann doch: Ja!“, urteilte die Süddeutsche Zeitung. Pünktlich zum Start der neuen Saison erscheint im September ihr mittlerweile viertes Solo-Album bei Berlin Classics/Edel mit den kompletten Préludes von Sergej Rachmaninow.

Weniger anzeigen

István Várdai

– Violoncello

István Várdai, geboren 1985 in Pécs, Ungarn, begann mit acht Jahren Cello zu spielen. Im Alter von zwölf Jahren wurde er an der Franz Liszt Musikakademie Budapest in die Klasse der „außergewöhnlich Begabten“ aufgenommen.

2005 wechselte er zu Reinhard Latzko an der Wiener Musikakademie. Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse von Natalia Gutman, János Starker und Natalia Shakhovskaja. Von 2010 bis 2013 studierte er an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson.

Mehr anzeigen

István Várdai ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Bereits drei Mal gewann er den Internationalen David Popper Musikwettbewerb (2000, 2003, 2004). 2006 erhielt er einen Spezialpreis beim Emanuel Feuermann Wettbewerb in Berlin und den ersten Preis des Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerbs in Pörtschach. Er ist Preisträger des Internationalen Tchaikovsky Wettbewerbs 2007 (Dritter Preis und Spezialpreis) sowie des Internationalen Musikwettbewerbs Genf 2008 (Erster Preis, Publikumspreis, Prix Pierre Fournier und Prix Coup de Coeur Breguet). 2014 erhielt er den ersten Preis beim ARD-Wettbewerb in München.

Seine Debüt-CD, für die er Werke von Elgar, Prokofiev und Janácek aufgenommen hat, erschien 2009 (Nascor). 2010 nahm er das Cellokonzert von Johann Baptist Vanhal mit der Camerata Schweiz unter der Leitung von Howard Griffith auf, 2015 Werke von Tchaikovsky für Cello und Orchester mit den Pannon Philharmonikern und Tibor Bogányi (Brilliant Classics). Seine CD „Singing Cello“ erschien in 2016 beim Label Hungaroton. 2017 erschien bei Brilliant Classics seine Aufnahme sämtlicher Bach-Cello-Solo-Suiten.

Seit seinem Orchesterdebüt 1998 in Den Haag trat István Várdai mit international renommierten Orchestern wie den St. Petersburger Symphonikern, dem Mariinsky Theater Orchester, der Österreichisch-Ungarischen Haydn-Philharmonie, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks sowie dem Orchestre de Chambre Genève, dem Budapester Festivalorchester, dem Russischen Nationaorchester, der Camerata Schweiz, dem Orchestre de la Suisse Romande und der Kremerata Baltica auf. Er arbeitete u. a. mit Dirigenten wie Ádám Fischer, Mikhail Pletnov, Howard Griffith, Gilbert Varga, Zoltán Kocsis, Nicolás Pasquet, Gábor Takács-Nagy, Marcus Bosch, Roman Kofman und Simon Gaudenz zusammen.

Als Solist und Kammermusiker spielte er auf großen Festivals wie den Schwetzinger Festspielen, dem Festival de Bellerive, dem Menuhin Festival Gstaad, dem Jerusalem Kammermusikfestival, dem Festival de Radio France Montpellier, dem Budapest Spring Festival, der Cello Biennale Amsterdam, dem Kobe International Cello Festival, dem Yuri Bashmet Winter Arts Festival, Cello Festival der Kronberg Academy, Stavanger und West Cork Chamber Music Festival und Verbier Festival.

Seit Oktober 2013 ist er Lehrbeauftragter an der Kronberg Academy und künstlerischer Leiter des Emanuel Feuermann Konservatoriums. Seit 2015 ist er – mit dem Geiger Kristóf Baráti – künstlerischer Leiter des Kaposfest Kammermusikfestivals in Ungarn.

István Várdai spielt auf dem berühmten „du Pré-Harrell“ Stradivari-Cello aus dem Jahr 1673.

Weniger anzeigen

Philharmonia Schrammeln

– Ensemble

Die Philharmonia Schrammeln sind seit Jahrzehnten eine Institution in Wien. Diesen Namen bekam das Ensemble in den 70er-Jahren, als der philharmonische Geiger Alfons Egger die einstmaligen Spilar-Schrammeln übernahm. Schon zuvor haben immer wieder Musiker der Wiener Philharmoniker mit Begeisterung das bereits klassisch gewordene Repertoire der Brüder Schrammel in der ursprünglichen Instrumentalbesetzung gespielt, hier wären besonders die Faltl-Kemmeter-Schrammeln zu erwähnen.

Alfons Egger hat zwanzig Jahre lang erste Geige gespielt, fast alle Konzerte selbst moderiert und auch zahlreiche Arrangements geschrieben, von denen viele noch immer zum Kernrepertoire des Ensembles zählen. Seine Nachfolge übernahm Martin Kubik, der nun von der zweiten auf die erste Geige aufrückte und Andreas Großbauer als zweiten Geiger ins Ensemble holte. Martin Kubik und Andreas Großbauer wurden 2010 bzw. 2012 von Johannes Tomböck (1. Geige, Mitglied der Wiener Philharmoniker) und Dominik Hellsberg (2. Geige, Orchester der Wiener Staatsoper) abgelöst.

Mehr anzeigen

Die Philharmonia Schrammeln sind in der glücklichen Lage, die Wiener Schrammelmusik weitgehend original präsentieren zu können. Zu den zwei wienerischen Geigen gesellen sich die für diese Musik typischen Instrumente: Hannes Moser an der Klarinette in Hoch G („Picksüßes Hölzl“), Günter Haumer an der Alt-Wiener Knöpferlharmonika sowie Heinz Hromada an der Kontragitarre. Alle Besetzungsvarianten des historischen Schrammelquartettes können dadurch realisiert werden: Terzett aus den beiden Geigen mit Kontragitarre, wahlweise zum Quartett erweitert durch die G-Klarinette oder die Alt-Wiener Knöpferlharmonika, aber auch die gerade für die jüngsten Arrangements interessante Quintettbesetzung.

Die Philharmonia Schrammeln erfreuen sich im nunmehr bereits fünften Jahrzehnt ihres Bestehens ungebrochener Popularität, und das auch bei einem Publikum, das der Wiener Volksmusik ansonsten nicht ihr primäres Interesse entgegenbringt. Der seit der Saison 1999/2000 bestehende Musikvereinszyklus sowie seit 2007 regelmäßige Mitwirkungen bei der Schubertiade Hohenems/Schwarzenberg sind dafür wohl der allerbeste Beweis.
Außerdem wurde ihre Tätigkeit auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert, nicht zuletzt durch eine 15 CDs umfassende Gesamtaufnahme der Wienerlieder aus den berühmten „Kremser-Alben“ mit Angelika Kirchschlager, Walter Berry und Heinz Zednik.

2005 waren die Philharmonia Schrammeln im Pausenfilm des Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker zu sehen. Sie führten unter dem Motto „Klang der Bilder“ durch den Wiener Musikverein.

2007 wurden die Philharmonia Schrammeln von der Schubertiade Hohenems eingeladen, ein Muttertagskonzert zu geben. Aus dem Livemitschnitt entstand die CD „Wiener Spezialitäten“, herausgegeben von der Deutschen Grammophon.

2008 entstand im Auftrag der Musiksammlung für Alte Instrumente des Kunsthistorischen Museums Wien die CD „Die Schrammelgeigen“. Sie wurde auf den historischen Zach-Geigen der Brüder Schrammel eingespielt, als Notenmaterial wurden erhaltene Original-Manuskripte von Johann Schrammel verwendet. 2015 wurde die CD mit dem Pasticcio-Preis von OE1 ausgezeichnet.

Inspiriert durch die Affinität der klassischen Schrammelmusik zur Musik Schuberts nahmen die Philharmonia Schrammeln 2011 mit KS Angelika Kirchschlager die CD „Seligkeit“ auf. Sie enthält neben Liedern und Instrumentalstücken von Franz Schubert auch Lieder von Johannes Brahms und Gustav Mahler. 2011 und 2013 wurde dieses Programm auch bei der Schubertiade Schwarzenberg aufgeführt.

Zuletzt ist im Herbst 2017 die Instrumental-CD „Wiener Künstler“ bei der Deutschen Grammophon erschienen, darauf sind neben Werken der Brüder Schrammel und Strauß u.a. auch ein historisches Arrangement des Lohengrin-Vorspieles von Richard Wagner zu hören.

Das Kernstück des musikalischen Wirkens der Philharmonia Schrammeln ist der seit mittlerweile fast 20 Jahren bestehende Konzertzyklus im Brahmssaal des Wiener Musikvereines. Zahlreiche namhafte SängerInnen und SchauspielerInnen sind hier schon gemeinsam mit dem Ensemble aufgetreten. Zusätzlich haben sich als regelmäßige Auftrittsorte vor allem die Kleinen Festspiele auf der Burg Golling bei Salzburg, Sommerkonzerte auf Schloss Schleißheim bei München und die Schubertiade Hohenems/Schwarzenberg etabliert. 2017 wurde das Ensemble zum neu entstandenen Kammermusikfestival Swiss Alps Classics in Andermatt eingeladen.

Weniger anzeigen

VIVID Consort

– Ensemble

VIVID Consort bewegt sich zwischen Mittelalter-, Renaissancemusik und Zeitgenössischer Musik. Dem Zeitgeist entsprechend wird mit Blockflöten und Gesang den bewegenden Tiraden und bittersüßen Melodien vergangener Jahrhunderte neues Leben eingehaucht. Dem gegenübergestellt werden ausgewählte Stücke aus den letzten Jahrzehnten.
Zusammengeführt wurde das in Wien ansässige Ensemble vom Blockflötisten Thomas List, der sie seither als Mentor begleitet.

Stets Augen und Ohren für unkonventionelle Interpretationen, ausgefallene Konzertorte und genreübergreifende Kooperationen offen zu halten ist eine Gemeinsamkeit, die dazu führte, Genanntes im Kollektiv zu verwirklichen.

Mehr anzeigen

Die Auseinandersetzung mit historischen Quellen und mit unterschiedlichsten Künsten der vergangenen Epochen soll zu einem umfangreicheren Erleben und Verstehen der frühen Musik führen. In Anbetracht der Gegenwart verbinden sich die verschiedenen Blickwinkel zu einem homogenen, facettenreichen Ganzen.

In ihren Konzertauftritten schafft das VIVID Consort einen roten Faden zwischen Liedern und Stücken von Johannes Ciconia und Josquin Desprez bis hin zu Ludwig Senfl und Thomas Bateson. Beginnend in der Ars Nova wird ein abwechslungsreicher Bogen bis in die Anfänge des 17. Jahrhunderts geschaffen. Als Pendant dazu vervollkommnen Zeitgenössische Kompositionen das Programm.

Weniger anzeigen

Günther Groissböck

– Bass

Günther Groissböck wurde in Waidhofen an der Ybbs geboren und erhielt seine Gesangsausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, u. a. in der Liedklasse von Robert Holl sowie später bei José van Dam.

Als Stipendiat des Herbert-von-Karajan-Zentrums war er in der Spielzeit 2002/03 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, bevor er danach für vier Jahre als erster Bass ans Opernhaus Zürich wechselte, wo er viele wichtige Rollen seines Fachs, wie zum Beispiel Sarastro, Sparafucile oder Titurel, sang.

Mehr anzeigen

Seit 2007 ist er freischaffend tätig und zählt mittlerweile zu den international gefragtesten Bässen seiner Generation. Zahlreiche Gastspiele führten ihn an die bedeutenden Opernhäuser der Welt, wie die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala, die Opéra National de Paris, die Bayerische Staatsoper München, die Wiener Staatsoper, die Deutsche Oper sowie die Staatsoper Unter den Linden Berlin, nach San Francisco, Los Angeles, Chicago sowie zu den Salzburger Festspielen und zum Festival d’Aix-en-Provence in Rollen wie Sarastro, Wassermann, Banquo, König Marke, König Heinrich, Fafner und Hunding. Die Rolle des Landgrafen Hermann verkörperte er zum ersten Mal 2008 am Gran Teatro del Liceu Barcelona und 2009 am Teatro Real in Madrid, wo er 2012 auch als Boris Godunow debütierte.

Neben seiner umfassenden Operntätigkeit führte ihn sein breites Konzertrepertoire, das z. B. Ludwig van Beethovens 9. Symphonie und Missa Solemnis, das Te Deum von Anton Bruckner, die 8. Symphonie von Gustav Mahler, das Requiem von W. A. Mozart und Giuseppe Verdi sowie Die Schöpfung und Die Jahreszeiten von Joseph Haydn umfasst, in die wichtigsten Konzertsäle Europas und der USA, wie die Philharmonie Berlin, das Gewandhaus Leipzig, Konzerthaus und Musikverein Wien, die Philharmonie am Gasteig München oder die Boston Symphony Hall. 2014 trat er in der Carnegie Hall mit den Wiener Philharmonikern in Beethovens 9. Symphonie auf.

2014 folgten Einladungen an die New Yorker Metropolitan Opera als Landgraf Hermann, an die Wiener Staatsoper als Wassermann und König Heinrich, an die Bayerische Staatsoper als Fasolt, Hunding, Orest, Fürst Gremin und Kardinal Brogni, sowie 2014 und 2015 zu den Salzburger Festspielen als Baron Ochs.

Weniger anzeigen