Alice im Wunderland

Freitag 17.04.2026 19:30 Uhr
Gerti Drassl Maddalena Del Gobbo – Gambe Ewald Donhoffer – Cembalo

Gerti Drassl liest aus dem Roman von Lewis Carroll

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

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Alle kennen Alice im Wunderland, diesen zeitlosen Klassiker der Weltliteratur, der durch seine skurrilen Charaktere besticht. Der Autor ging mit diesem Kinderbuch vollkommen neue Wege und brach mit der damaligen Tradition, Kinderbücher moralisierend zu schreiben. Stattdessen schuf er eine Welt voller Wortspiele, mathematischer Rätsel und philosophischer Fragen.

Immer wieder gab es Vermutungen, dass Lewis Carroll (sein bürgerlicher Name war Charles Dodgson) „Alice im Wunderland“ unter dem Einfluss von Drogen, psychedelischen Pilzen, dem Medikament Laudanum oder unter dem Einfluss von Opium schrieb. Auch die Popkultur hat sich ausgiebig mit seinem Buch beschäftigt, hier galt es oft als Metapher für einen Drogentrip – so etwa im Song „White Rabbit“ von Jefferson Airplane aus dem Jahr 1967. Und auch Paul McCartneys Song „Lucy in the Sky with Diamonds“ deutet „Alice im Wunderland“ als einen LSD-Trip. Belege dafür gibt es allerdings keine.
In Waidhofen nimmt uns Schauspielerin Gerti Drassl mit in Alices Wunderwelt, die musikalischen Traumwelten erschaffen die Gambistin Maddalena del Gobbo und Cembalist Ewald Donhoffer.

Im Anschluss können sich die Besucher an einem Pilzragout stärken.

Werke von Marin Marais, Carl Friedrich Abel, Antoine Forqueray

Gerti Drassl

Gerti Drassl wurde 1978 in Bozen geboren. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung in klassischem Ballett sowie modernem Tanz und studierte Kunstgeschichte in Wien. 1998 wurde sie am Max Reinhardt Seminar Wien aufgenommen, wo sie ihre Schauspielausbildung 2002 abschloss. Seither spielt sie immer wieder am Theater in der Josefstadt in Wien und gastierte an diversen Bühnen, darunter am Stadttheater Bozen, Stadttheater Klagenfurt, Landestheater Niederösterreich sowie Schauspiel Dortmund. Zu ihren zahlreichen bisherigen Theaterrollen zählten u. a. Julia in Romeo und Julia (Stadttheater Bozen), Eve in Der zerbrochne Krug (Sommerspiele Kottingbrunn), Lisa in Der Schüler Gerber(Landestheater Niederösterreich), Marianne in Geschichten aus dem Wiener Wald(Sommerspiele Perchtoldsdorf), Julie in Liliom (Schloss-Spiele Kobersdorf) sowie am Theater in der Josefstadt Marie in Heimliches Geld, Heimliche Liebe, Hedwig in Die Wildente, Laura in Die Glasmenagerie, Barblin in Andorra und Nina in Die Möwe, Salome Pockerl in Der Talisman, Erna in Kasimir und Karoline und Franziska Jägerstätter in Jägerstätter; zuletzt war sie hier u. a. als Gina Ekdal in Die Wildente(2017) in der Regie von Mateja Koležnik zu sehen.

Gerti Drassl hat Rollen in zahlreichen Film-, Fernseh- und Hörfunkproduktionen übernommen und stand u. a. in Das Tagebuch der Anne Frank (Regie: Hans Steinbichler, 2015), Baumschlager (Regie: Harald Sicheritz, 2016), Angelo (Regie: Markus Schleinzer, 2017), Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein (Regie: Rupert Henning, 2017), Der Trafikant (Regie: Nikolaus Leytner, 2017) und Abbi Fede(Regie: Giorgio Pasotti, 2018) vor der Kamera; von 2014 bis 2017 spielte sie eine der Hauptrollen in der Serie Vorstadtweiber (Regie: Sabine Derflinger).
Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählen u. a. 2003 der Nestroy-Preis in der Kategorie „Beste Nachwuchsschauspielerin“ (für Die Wildente), 2005 der Undine Award in der Kategorie „Beste weibliche Darstellerin“ (für Mein Vater, meine Frau und meine Geliebte), 2006 der Romy in der Kategorie „Shooting Star“, 2013 der Deutsche Schauspielerpreis als „Beste Schauspielerin“ (für ihre Rollen in Das Wunder von Kärnten und Spuren des Bösen), 2016 der Österreichische Filmpreis in der Kategorie „Beste weibliche Nebenrolle“ (für Ma Folie) und 2017 der Deutsche Schauspielerpreis als „Beste Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle“ (für Vorstadtweiber). 2017 wurde sie für ihre Rolle in Mateja Koležniks Inszenierung der Wildente für den Nestroy-Preis in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ nominiert.

2019 war Gerti Drassl das erste Mal bei den Salzburger Festspielen zu Gast.

Maddalena Del Gobbo

– Gambe

Maddalena Del Gobbo ist eine vielseitige Künstlerin, die Violoncello, Viola da Gamba und Baryton spielt. Sie ist eine international anerkannte Solistin, bekannt für ihre Ausdruckskraft und ihren unverwechselbaren Klang. Sie hat drei Alben bei der Deutschen Grammophon veröffentlicht und wurde für internationale Preise der klassischen Musik nominiert. Ihr neuestes Album, „Maddalena in Wonderland“ wird bei Supreme Classics erscheinen.
In den letzten Jahren konzentrierte sie sich hauptsächlich auf die Viola da Gamba – aus Liebe zur Barockmusik und auch, um dieses wunderschöne Instrument einem breiteren Publikum näherzubringen. Nun möchte sie sich wieder verstärkt auch dem klassischen und romantischen Repertoire für Violoncello widmen, für das sie durch ihre Erfahrung mit Alter Musik einen besonderen Zugang entwickelt hat.
Im Jahr 2020 gab Maddalena das erste Solorezital für Viola da Gamba in Istanbul seit der Barockzeit. 2022 spielte sie das erste Alte-Musik-Konzert in der neuen Konzerthalle CSO ADA in Ankara.
Als Solistin trat sie unter anderem bei den Salzburger Festspielen, den Festivals „Barocktage Melk“ und „Bayreuth Baroque“, im Wiener Musikverein, beim Innsbrucker Festival für Alte Musik sowie bei weiteren bedeutenden Festivals und Konzertreihen auf.
Mit der Viola da Gamba spielt sie außerdem im Trio mit Tamás Varga (Solocellist der Wiener Philharmoniker) und Robert Bauerstatter (Bratsche, Wiener Philharmoniker), einer Formation, die sich auf die Musik von Joseph Haydn und weiteren Komponisten am Hof des Fürsten Esterházy spezialisiert hat.

Ewald Donhoffer

– Cembalo

Der Cembalist und Dirigent Ewald Donhoffer erhielt seine Ausbildung an den beiden Musikuniversitäten seiner Heimatstadt Wien: Cembalo bei Wolfgang Glüxam und Gordon Murray, Orchesterdirigieren bei Georg Mark, sowie Orgel und Kirchenmusik. Danach sammelte er erste Erfahrungen am Theater an der Wien; er war regelmäßig Assistent von Fabio Luisi, Bertrand de Billy u.a. Seit 2005 entfaltet er eine rege Konzerttätigkeit als Dirigent und Cembalist (Wr. Symphoniker, Staatskapelle Dresden, RSO Wien, Mozarteum Orchester Salzburg, Theater an der Wien, Wiener Volskoper, styriarte, Salzburger Festspiele, Festival Utrecht, Theater in Bonn, Dresden, Erfurt, Leipzig, Regensburg u.a.) und hatte Lehraufträge an den den Musikuniversitäten in Wien und Graz inne. Zuletzt standen Konzerte im Wr. Konzerthaus, mit der Neuen Lausitzer Philharmonie in Görlitz, den Brandenburger Symphonikern, bei der styriarte und bei den Europäischen Wochen Passau, sowie Aufnahmen zur bereits dritten CD für die Deutsche Grammophon mit Maddalena del Gobbo auf dem Programm.