Romanzen

Sonntag 18.07.2021 18:00 Uhr
Benjamin Herzl – Violine Ingmar Lazar – Klavier

Durch Covid 19 bedingte Absage, neuer Termin:
Sonntag, 18. Juli, 18:00 Uhr.
Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit!

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

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„Heute ist Benjamin Herzl ein praktisch voll ausgebildeter Geiger, der als Musiker sein Publikum faszinieren kann und nun die wichtigsten Bühnenjahre vor sich hat, um es – und davon bin ich überzeugt – zu einem der wichtigsten österreichischen Musiker zu bringen.“ Das sagt niemand geringerer als Benjamin Schmid. Geiger und Musiker mit Weltgeltung.

Benjamin Herzl, gebürtiger Salzburger, ist bereits Geiger in dritter Generation. 2019/20 war Benjamin Herzl „Featured Artist“ der Jeunesse Musicales Österreich. Sein Programm, gemeinsam mit Ingmar Lazar, verknüpft sinnbildlich zwei Seiten der Romantik: die deutsche. Und die französische. Zu einer Zeit, da beide Länder keineswegs Partnerländer der Europäischen Union waren. Diese keimte noch unter schlimmen Vernichtungskriegen. Die Musik scherte sich wenig um den Stacheldraht. Der Mantel der Nationalismen hängt in der Garderobe des Feuilletons. Wie schrieb Clara Schumann über den jungen Brahms: „Es ist wirklich rührend, wenn man diesen Menschen am Klavier sieht mit seinem interessanten, jugendlichen Gesichte, das sich beim Spielen ganz verklärt.“ So oder ähnlich lautet die Vorgabe, wenn sich zu ihr und zu ihm – die wohl größte Leidenschaft der Musikgeschichte überhaupt – César Franck gesellt. Seine Violinsonate in A-Dur war ein Hochzeitsgeschenk an den berühmten belgischen Geiger Eugène Ysaÿe.

Programm

 

Clara Schumann

Drei Romanzen op. 22

Johannes Brahms

Sonate No.1, op. 78 “Regenlied“

César Franck

Sonate für Violine und Klavier in A-Dur

Benjamin Herzl

– Violine

Benjamin Herzl, 1994 in Salzburg geboren, stammt aus einer Musikerfamilie und ist bereits Geiger in dritter Generation. Er ist Stipendiat der Mozartgesellschaft Dortmund, Preisträger des Internationalen Brahmswettbewerbs, sowie Gewinner des von Vadim Repin gestifteten Mozart-Preises.

Seine Ausbildung erhielt der Künstler anfangs von seinem Vater, dem Geiger Harald Herzl, ab 2005 bei Klara Flieder am Salzburger Mozarteum. 2012 bis 2019 intensives Studium an der Wiener Musikuniversität bei Christian Altenburger sowie in der Solistenklasse bei Julian Rachlin.

Wichtige Impulse erhielt Benjamin Herzl u. a. von Christian Tetzlaff an der Kronberg Akademie, Pierre Amoyal an der Academie de Musique de Lausanne, Ivry Gitlis sowie von Benjamin Schmid und Vadim Gluzman.

Als 13-Jähriger debütierte er als Solist mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester beim „Internationalen Mozart-Fest Mannheim“. Konzertauftritte nach Venedig, Udine und Ljubljana folgten.

Der Künstler gastierte bei renommierten Festivals wie Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, LOISIARTE, Festival du Bruit qui Pense Louveciennes, Haniel Akademie Duisburg, Diabelli Sommer Mattsee, Daloge Salzbur, Festival du Château de Lourmarin, Les Musicales de Redon oder Mozart Festival Havanna.

Zu seinen Kammermusikpartnern zählen u. a. Milana Chernyavska, Imogen Cooper, Julia Hagen, Beatrice Berrut, Clemens Hagen, Christoph Croisé, Christopher Hinterhuber, Beatrice Rana, Thomas Riebl sowie Thomas Zehetmair.

Auftritte als Solist u.a. im Großen Festspielhaus Salzburg, im Konzerthaus Dortmund, im Oratorio San Felipe Neri Havanna, in der Felsenreitschule Salzburg oder Open Air im Rosengarten Neuss, mit der Philharmonie Salzburg, der Iberacademy Medellin (Kolumbien), dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt, sowie der Deutschen Kammerakademie Neuss.

Bei der Internationalen Stiftung Mozarteum gab Benjamin Herz im Februar 2017 sein vielbeachtetes Debüt zusammen mit dem Pianisten Ingmar Lazar. Noch im selben Jahr erhielt das Duo den 1. Preis der Academie de Musique de Lausanne.

Für die Saison 2019-2020 ist eine ausgedehnte Österreichtournee geplant, es folgen Konzerte im großen Saal des Wiener Konzerthauses mit der Philharmonie Brünn unter Dennis Russell Davies, im großen Saal der Stiftung Mozarteum Salzburg mit Fazil Say und im Brucknerhaus Linz mit dem Brucknerorchester Linz, abermals unter Dennis Russell Davies.

Für die Jubiläumssaison 2019/20 wurde Benjamin Herzl von der Jeunesse Musicales eingeladen, in zahlreichen Konzerten als “Featured Artist“ zu fungieren.

Im Frühjahr 2021 wird der Künstler ein Rezital im Wiener Musikverein spielen.

Benjamin Herzl wurde von der Österreichischen Nationalbank die “Ex Bilotet-Guilet“ Joseph Guarnerius Violine, Cremona anno 1732 zur Verfügung gestellt. Dieses Instrument wurde zuvor u. a. von Daniel Guilet, (Beaux Arts Trio), David Oistrach, Henriyk Szeryng und Joshua Bell gespielt.

https://www.benjaminherzl.at/index.html

Ingmar Lazar

– Klavier

Ingmar Lazar wird vom Classica Magazine als „Pianist der magnetischen Präsenz“ gefeiert und international für seine bewegenden Interpretationen sowie für brillante Technik gelobt. Er hat sich mittlerweile einen Fixplatz als einer der führenden französischen Musiker seiner Generation erobert.

Er tritt in renommierten Konzertsälen der Welt auf, so z. B. Tschaikowsky-Konservatorium Moskau, Concertgebouw Amsterdam, Herkulessaal München, Mozarteum Salzburg, Rudolfinum Prag und der La Seine Musicale in Paris, Athenaeum Bukarest, Charles Bronfman Auditorium in Tel Aviv. Er wird regelmäßig zu bedeutenden Festivals eingeladen, darunter Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Festival La Roque d’Anthéron, Festival Radio France Occitanie Montpellier, zum Internationalen Festival Colmar, zum Festival Chopin in Paris, Festival Les Piano Folies in Le Touquet-Paris-Plage, Festival de l’Orangerie de Sceaux, Festival 1001 Notes en Limousin.

Ingmar Lazar konzertierte unter anderem unter Dirigenten Vladimir Spivakov, Jean-Jacques Kantorow, Mathieu Herzog, Julien Chauvin, Anna Duczmal-Mróz, Konstantin Adrian Grigore, Nicolas Krauze, Peter Vizard und trat u. a. mit Orchestern wie Moskauer Virtuosen, Orchestre Lamoureux, L’Ensemble Appassionato, Concert de la Loge auf

Ingmar Lazar ist ein engagierter Kammermusiker, zu seinen Partnern zählen Alexandre Brussilovsky, Nicolas Dautricourt, Benjamin Herzl, Stanislas Kim, Roman Patočka, Jean-Claude Pennetier, Fedor Rudin, François Salque, Christoph Seybold, Ekaterina Valiulina, Brieuc Vourch Quatuor Hermès und das Vision String Quartet.

Seine Diskographie inkludiert ein Schubert-Rezital (Label Lyrinx), welches vom Classica Magazine mit fünf Sternen sowie mit „France Musique’s Choice“ ausgezeichnet wurde. Ein live im Nationaltheater in Marseille aufgenommenes Beethoven-Rezital „La Criée“ (Label Lyrinx) erhielt ebenfalls eine Fünf-Sterne-Bewertung im Classica Magazine. Ingmar Lazar erkundet auch immer wieder selten gespieltes Repertoire und veröffentlichte beim Label Suoni e Colori Werke von Jean-Philippe Rameau sowie im Duo mit Alexandre Brussilovsky Werke von Jean Françaix, Mieczyslaw Weinberg und Efrem Podgaits.

Ingmar Lazar wurde 1993 in Frankreich geboren und debütierte im Alter von 6 Jahren im Salle Gaveau in Paris. Als Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe erhielt er 2013 beim Verbier Festival den Klavierpreis der Tabor Foundation. 2016 wurde er Preisträger der Safran Foundation for Music in Frankreich. 2020 wurde er Preisträger des Ateliers Médicis des französischen Kulturministeriums.

Als ehemaliger Schüler von Valery Sigalevitch und Alexis Golovin setzte er sein Studium bei Vladimir Krainev und Bernd Goetzke an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover fort. Danach besuchte er als Theo Lieven-Stipendiat die Internationale Klavierakademie am Comer See und das Konservatorium der Italienischen Schweiz (Lugano), wo er bei Dmitri Baschkirow, Malcolm Bilson, Fou Ts’ong und Stanislav Loudenitch studierte. Er schloss sein Masterstudium am Mozarteum Salzburg in der Klasse von Pavel Gililov ab. Derzeit wird er von Elisso Virsaladze an der Scuola di Musica di Fiesole betreut. Er ist Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und Mitglied der Philippe Jaroussky Music Academy.

Ingmar Lazar ist Gründer und künstlerischer Leiter des Festivals du Bruit qui Pense in Louveciennes in den Yvelines. Ab 2021 ist er künstlerischer Leiter des Klavierfestivals Escapades Pianistiques nahe Dijon.

Ingmar Lazar ist ein Steinway-Künstler.