Im Abendrot

Sonntag 08.05.2022 18:00 Uhr
Katharina Konradi – Sopran Ammiel Bushakevitz – Klavier, Gitarre

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

Das Konzert wird vom Kultursender Ö1 aufgezeichnet.

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Die kirgisisch-deutsche Sopranisten Katharina Konradi und ihr israelisch-südafrikanischer Klavierbegleiter Ammiel Bushakevitz gestalten einen europäischen Schubert-Abend. Das Besondere daran: Ammiel Bushakevitz spielt Klavier und Gitarre.

Das entführt das Publikum in die wunderbare Atmosphäre einer Schubertiade, wo über die feinen Künste die Welt verhandelt wurde, das Klavier aus den Salons klingt und die Gitarre mit Konradis Stimme auf Wanderschaft geht.

Programm

 

Franz Schubert (1797–1828)

An die Untergehende Sonne D 457

Alinde D 904

Meeresstille D 216


Im Abendrot D 799

*

Des Fischers Liebesglück D 933

Der Traum D 213

Die Sterne D 939

Der zürnenden Diana D 707

*

An den Mond D 296

An die Nachtigall D 196

An mein Herz D 860

– Pause –

Der Geistertanz D 116

Der Zwerg D 771

Guarda, che Bianca luna (aus dem Nachlass) D 688/2

*

Die Nacht

Romanze aus “Rosamunde” D 797/3B

Ständchen (Leise flehen meine Lieder) D 957

Nacht und Träume D 827

*

Berthas Lied in die Nacht D 653

Cora an die Sonne D 269

Fischerweise D 881

Katharina Konradi

– Sopran

Die in Bischkek geborene Katharina Konradi ist die erste aus Kirgistan stammende Sopranistin im Lied-, Konzert- und Opernfach weltweit. 2009 begann sie ihre Gesangsausbildung bei Julie Kaufmann in Berlin, der ein Masterstudium in Liedgestaltung bei Christiane Iven und Donald Sulzen an der Hochschule für Musik und Theater München folgte. Meisterklassen bei Helmut Deutsch und Klesie Kelly-Moog gaben der Sopranistin weitere musikalische und künstlerische Impulse.

2015 wurde Katharina Konradi für drei Jahre Mitglied im Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, wo sie bereits viele wichtige Partien ihres Fachs sang: darunter Pamina, Gretel, Adele, Susanna, Zerlina und Nannetta. Infolge ihres bemerkenswerten Debüts in Hamburg (Ännchen in Webers Freischütz) wurde Katharina Konradi mit Beginn der Spielzeit 18/19 an die Hamburger Staatsoper engagiert, der sie immer noch angehört. Ebenfalls in der Spielzeit 18/19 debütierte sie als ‚Zdenka‘ in R. Strauss` Oper Arabella an der Semperoper in Dresden. Im Frühjahr 2021 gibt die Künstlerin ihren Einstand als ‚Sophie‘ in der Neuproduktion von Strauss‘ Rosenkavalier (Inszenierung: Barrie Kosky) an der Bayerischen Staatsoper in München, die erste Produktion des designierten Chefdirigenten Vladimir Jurowski. Im Sommer 2021 ist sie erneut bei den Bayreuther Festspielen als ‚Junger Hirte‘ im Tannhäuser (Inszenierung: Tobias Kratzer) zu Gast. Eine Neuproduktion von Mozarts Figaros Hochzeit in Lyon im Mai 2020 fiel leider der Corona-Absage zum Opfer.
Seit Herbst 2018 wird Katharina Konradi von der BBC im Rahmen des New-Generation-Artist-Programms über drei Jahre mit diversen Engagements und Aufnahmen in Großbritannien gefördert. Bereits der Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs 2016 war der Anstoß für wichtige Konzerte und Engagements bei renommierten Orchestern, wie dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Orchestre de Paris, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Sinfonieorchester des MDR, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie dem Balthasar-Neumann-Ensemble unter Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Manfred Honeck, Paavo Järvi, Kent Nagano und Daniel Harding.
In der kommenden Saison wird Katharina Konradi unter Thomas Hengelbrock eines ihrer Lieblingswerke, Ein deutsches Requiem von Johannes Brahms im Festspielhaus von Baden-Baden singen. Eine gemeinsame Tournee mit diesem Werk führt sie dann nach Hamburg, Bremen, Salzburg, Freiburg, Dortmund, Brüssel und Paris. Mozarts Requiem, das sie Ende Juni 2020 im Granada-Festival unter Leitung von Andrea Marcon aufführte, steht auch bei Konzerten mit der Antwerpener Philharmonie bei ihrer ersten Zusammenarbeit mit Ph. Herreweghe auf dem Programm. 
Ein großes Anliegen der jungen Sopranistin ist der Liedgesang. Mit unterschiedlichen Programmen gastierte sie mittlerweile u.a. bei der Schubertíada in Vilabertran, in der Liedreihe der Kölner Philharmonie und in Londons Wigmore Hall, wohin sie im Oktober 2020 zurückkehren wird. Erstmals wird sie Liederabende in der Hamburger Elbphilharmonie, im Boulez-Saal in Berlin und, zusammen mit der Mezzosopranistin Catriona Morison, beim Heidelberger Frühling geben. Gemeinsam mit dem Schumann-Quartett tritt sie in Madrid und Barcelona (Widmann, 5.Streichquartett und Schumann-Lieder op.107 in der Version von A. Reimann) auf. Katharina Konradi war Gast in der arte-Sendung „Stars von morgen“ bei Rolando Villazón und wirkte bei einer filmischen Dokumentation über Clara Schumann mit (Regie: Andreas Morell), die im September 2019 erstmals auf arte ausgestrahlt wurde.

https://www.ks-gasteig.de/de/konradi-biografie
https://www.katharina-konradi.com

Ammiel Bushakevitz

– Klavier, Gitarre

Ammiel Bushakevitz ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, u.a. des Internationalen Schubert Wettbewerbs Dortmund, des Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs Pörtschach, des Concours Léopold Bellan de Paris, des Wettbewerbs „Das Lied“ Berlin sowie des Internationalen Kunstlied-Wettbewerbs Stuttgart. Beim Wigmore Hall International Song Competition London 2013 wurden ihm sowohl der Pianisten-Preis als auch der Schubert-Preis verliehen.
 
Aus Jerusalem stammend, begann Ammiel Bushakevitz im Alter von vier Jahren Klavier zu spielen und wuchs in Südafrika auf. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig und an der Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris, Frankreich.
 

Als Solist und Kammermusiker konzertierte er unter anderem in Addis Abeba, Amsterdam, Barcelona, Beijing, Brisbane, Casablanca, Dublin, Johannesburg, Kairo, Lissabon, London, Maputo, Mailand, Mexiko-Stadt, Montréal, New York, Paris, Reykjavik, Rom, Shanghai, Tel Aviv, Vancouver, im Vatikan, in Wellington, Wien, und Zürich. Er tritt bei bedeutenden Festivals auf, u.a. bei den Festspielen von Luzern, Salzburg und Bayreuth, dem Festival d’Aix-en-Provence, dem Festival Musica Classica de Montréal (Canada), dem Festival Pablo Casals (Barcelona), dem Heidelberger Frühling Festival, dem Leeds Piano Series, dem Jerusalem Schubertiade, dem Festival Pontino di Latina Roma, dem Festival Pitic in Mexiko und dem Melbourne Arts Festival (Australien).

Im Jahr 2013 veröffentlichte Ammiel Bushakevitz seine Debüt-Solo-CD, ein Album der Klavierwerke von Franz Schubert. Die Einspielung wurde zum Soundtrack des österreichischen Films Gwendolyn. Seither sind mehrere CD-Aufnahmen entstanden: Barcelona 2015 (Solfa Records), Jerusalem 2016 (BIS Records), Wien 2017 (Gramola) und Lissabon 2017 (Hänssler Classics).

Ammiel bietet regelmäßig Meisterklassen für junge Pianisten an, wie zum Beispiel an der Israelischen Musikakademie in Jerusalem, der University of Queensland (Australien), der University of Wellington (Neuseeland), der Beijing Conservatory (China), der Universitat de Barcelona (Spanien) und an der University of Colorado (USA) anbieten. In Kooperation mit dem Goethe Institut und der Alliance Française gibt er Benefizkonzerte und Meisterkurse für humanitäre Organisationen in Äthiopien, Marokko, Mexiko und Simbabwe.

Engagements der Saison 2018/2019 schließen Konzerttourneen in China, Australien, Neuseeland und den USA ein, sowie Aufführungen in der Wigmore Hall London, im Konzerthaus Berlin, im Shanghai Concert Hall und in der Salle Pleyel Paris. Ammiel Bushakevitz ist Mitglied der Société des Arts Sciences et Lettres de Paris, Alumnus des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verbandes und Edison Fellow of the British Library, London.