Gulda am Attersee

Samstag 07.03.2020 19:30 Uhr
Matthias Bartolomey – Violoncello Blasmusik Windhag – Musikkapelle

Duomet Werk
Ybbsitz

 

→ Freier Eintritt!

Platzkonzert! Es gehört mit Sicherheit zu den bewegendsten Momenten der jüngeren Wiener Musikgeschichte, als die Steinbacher Blasmusik in der Aula des Wiener Konzerthauses vor dem grimmigen Beethoven-Denkmal aufspielte. Zu Ehren ihres „Kollegen“ Friedrich Gulda. Zur Einbegleitung eines berührenden Festes zu dessen 80. Geburtstag: „Play Gulda Play“. Ein Platzkonzert, das die Freiheit im Denken und Handeln des Wiener Meisters so eindrucksvoll zum Klingen brachte.

Der Wiener und Weltbürger Gulda lebte für viele Jahre in Weißenbach am Attersee und liegt in Steinbach begraben. Sein Konzert für Violoncello und Blasorchester mit den fünf Sätzen Ouvertüre, Idylle, Cadenza, Menuett und Finale alla marcia verbindet alles, was der Komponist Gulda für verbindenswert hielt. Groove, klassische Formen, Schubert, Vivaldi, Blasmusik und eine Portion cellistischen Übermut. Gewidmet ist das Konzert übrigens Heinrich Schiff und Bruno Kreisky! Diesen Klassiker des Cross-Over, des „Überkreuzten“ an Stil, Geschmack und Musiksozialisation, mit Märschen und Landlern aus dem Salzkammergut zu kombinieren, ist vom Feinsten. Gustav Mahler hat in seinem Komponierhäuschen in Steinbach am Attersee das Höllengebirge für seine 2. Symphonie „wegkomponiert“. Zumindest hat er es Bruno Walter so gesagt. Friedrich Gulda tat Ähnliches auf seine Weise. Er setzte einen Horizont in die Wiese.

Mit Matthias Bartolomey und der Urmusikkraft der Trachtenmusikkapelle Windhag unter Thomas Maderthaner werden die „Fetzen“ fliegen. Im Beethoven-Jahr: Molto Gulda con brio.