Gipfeltreffen

Dienstag 26.04.2022 19:30 Uhr
Benjamin Schmid – Violine Jeremias Fliedl – Cello Dominik Wagner – Bass Kiron Atom Tellian – Klavier

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

Das Konzert wird vom Kultursender Ö1 aufgezeichnet.

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Ein Gipfeltreffen vier außergewöhnlicher Solisten und Ausnahmekünstler steht am Beginn des Klangraum Waidhofen 2022. Jeder für sich ist auf seinem Instrument virtuos, gemeinsam kreieren sie eine musikalische Reise auf höchstem Niveau, in der jedes Instrument solistisch präsentiert wird.

Einen besonderen Programmschwerpunkt bilden die Werke Giovanni Bottesinis (1821-1889) einem der führenden Kontrabassvirtuosen seiner Zeit, interpretiert vom jungen, gefeierten und mit internationalen Preisen überhäuften Solisten Dominik Wagner. Nicht minder spannende Stücke von Henryk Wieniawski, Fritz Kreisler, Zoltan Kodaly und Antonin Dvorak laden dazu ein, sich in besonderen kammermusikalischen Klangwelten zu verlieren.

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Der Klangraum Waidhofen 2022 im Kultursender Ö1 zum Nachhören:
„Gipfeltreffen“
mit Marie Isabel Kropfitsch, Violine; Jeremias Fliedl, Violoncello; Dominik Wagner, Bass; Kiron Atom Tellian, Klavier.
am 7. Juni um 14:05 in der Reihe „das Ö1 Konzert“
hier:

Programm

 

Giovanni Bottesini (1821-1889):

Bolero (Kontrabass und Klavier)



Zoltan Kodaly (1882-1967):

Duo für Violine und Violoncello Op. 7

Giovanni Bottesini (1821-1889):

Gran Duo Concertante für Violine, Kontrabass und Orchester (Klavierfassung)

– Pause –

Henryk Wieniawski:

Etudes Caprices Op 18 Nr. 1 arrangiert für Violine und Kontrabass

Antonin Dvorak (1841-1904):

Waldesruhe für Violoncello und Klavier

Fritz Kreisler (1875-1962):

Viennese Rhapsodic Fantasietta für Violine und Klavier

Giovanni Bottesini (1821-1889):

Gran Duo nach Themen von Bellini’s „I puritani“ für Violoncello, Kontrabass und Orchester (Klavierfassung)

Benjamin Schmid

– Violine

Als einer der facettenreichsten Geiger seiner Generation arbeitet Benjamin Schmid heute mit allen herausragenden Orchestern und Dirigenten zusammen und ist besonders für sein immenses Repertoire mit über 75 Violinkonzerten bekannt. Dabei konzentriert er sich neben der konstanten Pflege aller großen Werke für Geige und Orchester besonders auf in Wien entstandene Werke und Komponisten wie Hartmann, Gulda, Korngold, Muthspiel, Szymanowski, Wolf-Ferrari, Lutoslawski und Reger. Die große Leidenschaft für den Jazz, die sich schon früh bemerkbar machte, spiegelt sich in seinem „Hommage à Grappelli“-Programm wider, das er in Jazz Venues genauso wie in klassischen Konzertsälen präsentiert.
Seit der Saison 2020/21 zum Artistic Director des Musica Vitae Chamber Orchestra in Schweden bestellt, wird diese fruchtbare Zusammenarbeit auch 2021/22 in einer ganzen Reihe spannender Play/Direct-Projekte fortgesetzt. Weitere Höhepunkte der laufenden Saison sind unter anderem Konzerte mit dem Mozarteumorcheter Salzburg, Naples Philharmonic Orchestra mit Andrey Boreyko und der Real Filharmonía de Galicia mit Juanjo Mena sowie erneute Auftritte beim MDR Musiksommer und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
Eine besonders intensive künstlerische Zusammenarbeit verbindet den in Wien geborenen Musiker mit den Wiener Philharmonikern, mit denen er unter anderem 2004 die Salzburger Festspiele eröffnete. Daneben führte er mit dem Orchester Paganinis Violinkonzert in der Version von Fritz Kreisler unter Leitung von Valery Gergiev auf. Das Konzert wurde in mehr als 60 Ländern im Fernsehen ausgestrahlt und auf dem Label Deutsche Grammophon auf CD und DVD veröffentlicht.

Rund 40 CDs hat Schmid inzwischen eingespielt, viele wurden, zum Teil mehrmals, mit dem Deutschen Schallplattenpreis, Echo Klassik Preis, Gramophone Editor’s Choice oder der Strad Selection ausgezeichnet. Ein Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie „Orchestermusik & Konzerte“ wurde ihm für Aufnahmen des Violinkonzerts Ermanno Wolf-Ferraris verliehen, für Ligetis Konzert für Violine und Orchester erhielt er die Auszeichnung „Recording of the Month“ der Gramophone Editor’s Choice.
Schon in jungen Jahren gewann der österreichische Geiger mehrere große Wettbewerbe, unter denen der Londoner Carl Flesch Wettbewerb 1992 – in dem er Mozart-Preis, Beethoven-Preis und Publikumspreis zugleich errang – besonders erwähnenswert ist. Neben seiner Karriere als Solist hat Schmid eine Professur am Mozarteum Salzburg inne und unterrichtet Meisterklassen an der Hochschule der Künste Bern. Er war Mitglied der Jury beim Internationalen Musikwettbewerb für Violine der ARD 2017 und Vorsitzender der Jury beim Internationalen Leopold Mozart-Violinwettbewerb 2019.
Im Laufe seiner Karriere spielt Schmid regelmäßig mit renommiertesten Dirigenten wie Seiji Ozawa, Christoph von Dohnányi, Riccardo Chailly, Juri Temirkanov, John Storgårds oder Hannu Lintu sowie mit Orchestern wie Australian Chamber Orchestra, Concerto Köln, Philharmonia Orchestra, Royal Concertgebouw Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Tonhalle-Orchester Zürich, St. Petersburger Philharmoniker, Toronto Symphony Orchestra, Washington National Symphony Orchestra, Naples Philharmonic und Naples Philharmonic Jazz Orchestra und das Curtis Institute Orchestra. In Asien trat er unter anderem mit dem New Japan Philharmonic und Singapore Symphony Orchestra auf.
Benjamin Schmid spielt den Ex-Viotti-Stradivari von 1718, den ihm die Österreichische Nationalbank zur Verfügung gestellt hat.

Jeremias Fliedl

– Cello

Jeremias Fliedl wurde 1999 in Klagenfurt in eine künstlerisch vielseitige Familie geboren. Nach anfänglichen Studien bei Igor Mitrovic wurde Jeremias Fliedl 2014 in die Klasse von Heinrich Schiff aufgenommen, der ihn intensiv betreute und prägte. Seit 2017 studiert er bei Clemens Hagen an der Universität Mozarteum Salzburg. Zudem erhält er Unterricht von Julian Steckel an der Hochschule für Musik und Theater München.
Jeremias Fliedl blickt auf intensive solistische und kammermusikalische Aktivitäten zurück. Besonders hervorzuheben sind Engagements bei den Salzburger Festspielen, dem Carinthischen Sommer, den Musiktagen Mondsee, dem Festival Sankt Gallen, Konzerte im Wiener Musikverein, im Wiener Konzerthaus, im Konzerthaus Dortmund und in der Laeiszhalle Hamburg. Kommende Projekte umfassen Auftritte bei der Mozartwoche Salzburg und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Als Solist arbeitete er mit Orchestern wie dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, den Salzburger Orchester Solisten, den Zagreber Solisten, dem Zagreb Chamber Orchestra, der Beethoven Philharmonie, dem Kärntner Sinfonieorchester, der Academia Ars Musicae, dem Sandor Végh Institut Kammerorchester, der Webern Kammerphilharmonie, der Euro Symphony SFK, dem Sinfonieorchester der Philharmonie Olsztyn, dem Artsakh Sinfonieorchester und dem Kaunas City Symphony Orchestra.
Jeremias Fliedl ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe, darunter erster Preisträger bei den internationalen Cellowettbewerben in Liezen 2012 und 2014, bei Svirél 2014 in Slowenien und beim Antonio Janigro Wettbewerb in Kroatien, weitere Auszeichnungen erhielt er in Slowenien und Kärnten.
Jeremias Fliedl spielt das „Gendron, Lord Speyer “ Stradivari aus dem Jahr 1693, das ihm privat zur Verfügung gestellt wird.

Dominik Wagner

– Bass

Als Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und ECHO Klassik Preisträger ist der junge Kontrabassist Dominik Wagner auf dem besten Weg, sein Instrument international in neuen Facetten zu präsentieren.

Er ist Preisträger bei nahezu allen Kontrabasswettbewerben. Hervorzuheben sind seine Erfolge bei dem renommierten ARD Musikwettbewerb und dem Eurovision Young Musicians Wettbewerb. Beim letzteren vertrat er Österreich und spielte im Finale Serge Koussevitzkys Kontrabass Konzert mit dem WDR Sinfonieorchester. Dieser Auftritt vor dem Kölner Dom wurde europaweit live ausgestrahlt.

Als Solist trat Dominik außerdem mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchner Kammerorchester, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Slowenischen Philharmonie und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim auf. Das führte ihn in Konzertsäle wie den Musikverein Wien, das Konzerthaus Wien, das Konzerthaus Berlin, den Herkulessaal München und die Glocke in Bremen.
Zuletzt feierte Dominik einen großen Erfolg in den USA. Er gewann den internationalen Bradetich Wettbewerb, dessen Preise unter anderem CD Aufnahmen und ein Rezital in der Carnegie Hall beinhalten.
Um das Repertoire für sein Instrument zu erweitern, beschäftigt sich der junge Kontrabassist sehr viel mit zeitgenössischer Musik. So spielte er bereits die Uraufführungen mehrerer Kontrabasskonzerte, Werke für Kontrabass Solo und kammermusikalischer Literatur. Demnächst wird Dominik das Kontrabasskonzert von Georg Breinschmid mit dem Wiener Kammerorchester uraufführen.
Neben seinen solistischen Aktivitäten ist Dominik ein leidenschaftlicher Kammermusiker. So wurde sein Spiel gemeinsam mit der Klarinettistin Vera Karner in der Besetzung Klarinette, Kontrabass und Klavier mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Fanny Mendelssohn Förderpreis. Im Rahmen dieses Wettbewerbs nahmen die Beiden auch ihre erste CD „Gassenhauer Gassenbauer“ mit dem renommierten CD Label Berlin Classics auf. Außerdem konnte er durch das Great Talent Programm des Wiener Konzerthauses kammermusikalisch mit Musikern wie Elisabeth Leonskaja und Gerhard Schulz zusammenarbeiten. Ein ganz besonderes Projekt war auch der Trio Abend in der Besetzung Violine, Kontrabass und Schlagwerk mit Emmanuel Tjeknavorian und Christoph Sietzen.
Dominik Emanuel Wagner wurde 1997 in Wien geboren und begann dort im Alter von 5 Jahren seine musikalische Ausbildung, zunächst als Cellist, ab 2007 als Kontrabassist. Von 2009 bis 2015 hatte er Unterricht an der Wiener Musikuniversität bei Prof. Josef Niederhammer und Mag. Werner Fleischmann. Momentan studiert er bei Prof. Dorin Marc an der Musikhochschule Nürnberg.

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Kiron Atom Tellian

– Klavier

Kiron Atom Tellian wurde 2002 in Wien, Österreich geboren und begann mit fünf Jahren Klavier zu spielen. Kiron absolvierte den Hochbegabtenkurs an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (MDW) bei Prof. Alma Sauer von 2010 bis 2018. Seit 2018 studiert er im Vorbereitungslehrgang Klavier bei Prof. Vladimir Kharin.
Nach seinem Debut mit Orchester mit neun Jahren gewann Kiron zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben für Klavier, Kammermusik und Komposition in Österreich, Frankreich, Deutschland, Luxembourg, den Niederlanden, Italien, der Slovakei, Russland, England, den USA und Japan. Er konzertiert in vielen großen Konzertsälen.
Besonders hervorzuheben sind der erste Preis und Haydn Preis beim 17. Internationalen Klavierwettbewerb Ettlingen in Deutschland, der Grand Prize und Sonderpreise bei der X. Savshinsky International Music Competition in Sankt Petersburg, Russland, und drei erste Preise in drei Kategorien bei der Fifth Rosalyn Tureck International Bach Competition in New York City, USA.

Kiron ist auch als Komponist tätig und wurde als solcher beim Wettbewerb „Jugend Komponiert“ mehrmals preisgekrönt. Seine aufgeführten Werke umfassen verschiedenste Besetzungen, von Werken für Solo Klavier, bis zu Werken für Simphonieorchester.
Als ein leidenschaftlicher Kammermusiker spielt Kiron unter anderen mit Julia Hagen, Benjamin Schmid, Emmanuel Tjeknavorian und Dominik Wagner. Ein besonderer Höhepunkt der vergangenen Spielzeit war sein Auftritt mit Chen Reiss und der Jungen Philharmonie Wien und ein Kammermusikabend im Wiener Musikverein mit Julia Hagen, Ursula Langmayr, Benjamin Schmid und Dominik Wagner. Weiters konzertierte er gemeinsam mit Emmanuel Tjeknavorian in der Shoe Factory in Zypern und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern mit einer Live-Übertragung im Norddeutschen Rundfunk.