Bilder einer Ausstellung

Samstag 29.05.2021 19:30 Uhr
Matthias Bartolomey – Violoncello SIGNUM saxophone quartet – Quartet

Klosterkirche
Waidhofen an der Ybbs

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Der Wiener Cellist mit Professur am Mozarteum Salzburg ist einer jener Musiker, die es geschafft haben, einen eigenen Weg zu gehen. Der Schatten des philharmonischen Vaters und Großvaters nützte eher als Antrieb denn als Sichtschutz.

Projekte vieler Zahl, schmücken sein künstlerisches Curriculum. Das bekannteste ist mit Sicherheit das Duo BartomomeyBittmann. Mit dem Signum Saxophone Quartet kommen lauter populäre Klassiker auf den Teller. Stücke, die Menschen ohne Wenn und Aber lieben. Der Gang durch Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ entlang des Promenaden-Themas ist eine Reise für Fantasielustige. Die Variationen über ein „Rokoko-Thema“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky laden zum Mitpfeifen ein (zu Hause…) und was Chick Corea mitten in einem kreativen Kreis als Musiker und Komponist mit Spain gelungen ist, darf nicht nur im Jazz-Genre als Welthit bezeichnet werden. Und wer wünscht sich nicht gelegentlich einen „Change“. Change-Maker werden medial hofiert. Das gleichnamige Stück „Change“ des vielseitigen Kreativkopfs Florian Willeitner wird in ihre Ohren schlüpfen. Und sich auf die Mauern des „Großen Tors von Kiev“ setzen. Das mächtig große Finale der „Bilder einer Ausstellung“.

Programm

 

Modest Mussorgsky

Bilder einer Ausstellung

Pjotr I. Tschaikowsky

Variationen über ein Rokoko-­Thema, op. 33

Leonard Bernstein

Symphonische Tänze aus West Side Story

Florian Willeitner

Change

Matthias Bartolomey

– Violoncello

Matthias Bartolomey wurde 1985 in Wien geboren.

Im Alter von sechs Jahren erhielt er den ersten Cellounterricht bei seinem Vater, Franz Bartolomey. Er studierte in den Konzertfachklassen bei Prof. Valentin Erben an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und bei Prof. Clemens Hagen am Mozarteum Salzburg.
Im Jahr 2000 gewann Matthias Bartolomey den 1. Preis und wurde Bundessieger bei Prima la Musica.

2004 gewann er den 1. Preis bei Musica Juventutis.
2006 bekam er den 2. Preis beim Internationalen Brahms Wettbewerb in Pörtschach.
Im November 2009 verlieh ihm die Mozartgemeinde Wien den „Ernst-Schenk-Preis“ für junge Musiker. Beim österreichischen „Gradus ad Parnassum“-Wettbewerb erhielt er 2009 den „ESTA“-Preis für die beste Interpretation der Solosonate von György Ligeti.

2010 schloss er sein Masterstudium bei Prof. Clemens Hagen am Mozarteum Salzburg mit Auszeichnung ab.

2012 gründete er mit dem Geiger und Mandolaspieler Klemens Bittmann das Duo BartolomeyBittmann — progressive strings vienna.
Die Formation führt mit ihren Eigenkompositionen ihr stark in der klassischen Musiktradition verankertes Instrumentarium auf einen neuen Weg. Mit Spontanität und Improvisation der Rock- und Jazzästhetik verbinden sie intim groovende und kraftvoll rockende Elemente.
Zahlreiche Konzerttourneen haben das Duo u. a. bereits in die Berliner Philharmonie, die Elbphilharmonie Hamburg, das Muziekgebouw Amsterdam, den goldenen Saal des Musikverein Wien sowie zu vielen namhaften europäischen Festivals und in Länder wie die USA, Japan, Iran und Kenia geführt. Im März 2019 veröffentlichte BartolomeyBittmann nach ‚Meridian‘ und ‚Neubau‘ ihr drittes Studioalbum ‚Dynamo‘ bei ACT Music.
Matthias Bartolomey absolvierte Meisterkurse bei Mstislaw Rostropowitsch, Janos Starker, Patrick Demenga, Christoph Richter, Heinrich Schiff und bei Günther Pichler in Siena.

Im Zuge seiner solistischen Tätigkeiten arbeitete er u. a. mit dem Wiener Kammerorchester, der Wiener Kammerphilharmonie, dem Sinfonieorchester der Universität Mozarteum, dem Symphony in C Philadelphia und dem Istanbul Devlent Senfoni Orkestarsi zusammen.
Im Jahr 2014 spielte Matthias Bartolomey die selten aufgeführte Cellosonate von Sir André Previn mit dem Pianisten Clemens Zeilinger auf CD ein. Die Aufnahme ist beim Label ARS Produktion erschienen.
Im Juni 2018 gewann Matthias Bartolomey mit seinem Duo BartolomeyBittmann − progressive strings vienna den 2. Preis beim „BMW-Welt Jazz Award“ in München.
Zu seinen regelmäßigen Kammermusikpartnern zählen u. a. Benjamin Schmid, Helmut Deutsch, Matthias Schorn, Georg Breinschmid, Florian Willeitner und das Signum Saxophon Quartett.
Literarisch-musikalische Projekte gestaltete er mit Martina Gedeck, Isabel Karajan, Birgit Minichmayr, Ursula Strauss und Karl Markovics.

Für den Film „Wir töten Stella“ von Julian Pölsler spielte er 2017 die Sarabande aus der Suite Nr. 6 für Solo-Cello von J. S. Bach ein.
Im Bereich der Orchestermusik wirkte Matthias Bartolomey im Orchester der Wiener Staatsoper, bei den Wiener Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich, beim Chamber Orchestra of Europe und dem Mahler Chamber Orchestra mit.
Seit 2010 spielt er als Solo-Cellist bei dem von Nikolaus Harnoncourt gegründeten Concentus Musicus Wien.
Als Lehrer ist Matthias Bartolomey seit vielen Jahren privat und als Leiter zahlreicher Workshops im In- und Ausland aktiv.
In seiner pädagogischen Tätigkeit stellt er stets seine vielfältigen kammermusikalisch und solistisch geprägten Erfahrungen in Verbindung mit neuen, progressiven und intuitiv-improvisatorischen Spieltechniken mit besonderem Fokus auf Groove, Rock und Jazz-Elemente.
Seit 2017 ist Matthias Bartolomey vermehrt auch als Komponist mit Fokus auf die Erweiterung des Cello-Repertoires und der damit verbundenen Entwicklung progressiver Spieltechniken tätig.
Matthias Bartolomey spielt ein Violoncello von David Tecchler, Rom 1727 und ist seit 2016 Endorsementartist bei LARSEN STRINGS.

www.matthiasbartolomey.at
www.bartolomeybittmann.at

SIGNUM saxophone quartet

– Quartet

Die vier Musiker Blaž Kemperle, Hayrapet Arakelyan, Alan Lužar und Guerino Bellarosa sind sich in Köln begegnet, wo sie 2006 das SIGNUM saxophone quartet gegründet haben. Studiert haben die Saxophonisten in Köln, Wien und Paris; Anregungen und Inspiration erhalten durch das Quatuor Ébène, das Artemis Quartett und Gabor Takács‐Nágy.

Nach Preisen bei internationalen Wettbewerben u.a. in Lugano und Berlin spielt SIGNUM mittlerweile in Konzertsälen und bei Festivals in Europa und der ganzen Welt; im Jahr 2013 folgte das Debut an der Carnegie Hall NY. Eine ganz besondere Auszeichnung ist die Ernennung zu „ECHO‐Rising Stars 2014/2015“ durch die European Concert Hall Organisation (ECHO), und die Einladung in die wichtigsten Konzertsäle Europas: Barbican Centre London, Konzerthaus Wien, Concertgebouw Amsterdam, Palais des Beaux‐Arts Bruxelles, Gulbenkian Lissabon, Festspielhaus Baden‐Baden, Philharmonie Luxembourg, Elbphilharmonie Hamburg, Konzerthaus Dortmund, Philharmonie Köln. Im August 2017 erhielt SIGNUM außerdem den „NORDMETALL‐Ensemble‐Preis“ der Festspiele Mecklenburg‐Vorpommern.
SIGNUM sucht beständig nach neuen Herausforderungen und Begegnungen. Die Experimentierfreude und Vielseitigkeit der SIGNUMs spiegelt sich sicherlich nicht nur in ihren originellen Programmen wider; und so sind die vier jungen Musiker nicht nur als Quartett‐Formation zu hören, sondern kreieren gleichzeitig immer wieder spannende, nie gesehene Kollaborationen und Klänge!
In der Zukunft freut sich SIGNUM auf viele weitere, spannende Projekte, darunter: Starry Night mit Alexej Gerassimez (Perkussion), BACHianas mit Tanja Tetzlaff oder Konstantin Manaev (Cello); SIGNUM & Bartolomey mit Matthias Bartolomey (Cello) u.a mit einer Auftragskomposition von Florian Willeitner, Rhapsody in Blue mit Lukas Geniušas oder Anastasia Voltchok (Piano), und auf das brandneue Projekt Goldberg Nights mit Kai Schumacher (Piano & Prepared Piano). Nach einem Besuch bei Hope@Home im Sommer 2020, ausgestrahlt auf ARTE TV, wird in zwei Jahren ein neues Projekt mit Daniel Hope (Violine) folgen. Für 2021 sind zahlreiche Rezitals, Kammermusikprojekte sowie Masterclass an internationalen Festivals und Konzertsälen in Europa und China geplant. Auch mit Orchester wird das Quartett weiterhin zu hören sein: Auf dem Programm stehen Philip Glass‘ Konzert für Orchester und Saxophonquartett, Bob Mintzer’s The Rhythm of the Americas u.a. mit dem Mozarteum Orchester, Sinfonieorchester Münster und den Duisburger Philharmonikern. Im Herbst 2021 beginnt für die SIGNUMs eine spannende Saison als “Artist in Residence“ in Duisburg. Als Fair Players liegt SIGNUM das junge Publikum von Morgen ganz besonders am Herzen und so haben sie ein Familienkonzert SIGNUM4kids kreiert.
Nach den ersten Alben Debut (2011) und Balkanication (2014), erscheint am 15.Januar 2021 SIGNUM’s erste Aufnahme unter dem Label Deutsche Grammophon: ECHOES enthält eine Auswahl außergewöhnlicher musikalischer Arrangements von Dowland to Peter Gregson, sowie Guillermo Lago’s Sarajevo als Originalkomposition für Sax Quartett, und herausragende Kompositionen von Max Richter und Joep Beving. Das Erscheinen des e‐Albums wird von einem Streaming‐Konzert auf dem DG Stage begleitet, aufgenommen im Meistersaal Berlin.

https://signum-saxophone.com/signum/