Theresa Kronthaler

Theresa Kronthaler wurde in Würzburg geboren und wuchs in Rom auf, wo sie sich schon früh für den Gesang und die Schauspielerei begeisterte. Sie erhielt in Italien Gesangsunterricht bei Elio Battaglia in Turin. Nach einem Studium der Theaterwissenschaften in London zog sie 2002 nach Berlin und studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Prof. Renate Faltin und Prof. Julia Varady. Sie besuchte Meisterklassen von Dietrich Fischer-Dieskau, Christa Ludwig und Thomas Quasthoff.

Ihrem frühen Debüt auf der Opernbühne als Prinz Orlowsky (Die Fledermaus) an der Opfer Genf folgte ein Festengagement an der Deutschen Oper am Rhein, wo Theresa Kronthaler zwischen 2009 und 2012 u. a. als Hänsel (Hänsel und Gretel), Annio (La clemenza di Tito) und Dorabella (Così fan tutte) zu hören war. Ihr Debüt an der Frankfurter Oper gab sie als Sesto in Georg Friedrich Händels Giulio Cesare in Egitto, ihr Hausdebüt am Theater an der Wien erfolgte als Isoletta in Vincenzo Bellinis La Straniera an der Seite von Edita Gruberová und Marlis Petersen.

Von 2012 bis 2016 war Theresa Kronthaler festes Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin und wirkte dort u. a. in Produktionen wie Orpheus, Giulio Cesare, Xerxes, Figaros Hochzeit, Così fan tutte, La clemenza di Tito, Hoffmanns Erzählungen, Hänsel und Gretel und Die schöne Helena mit. Sie ist regelmäßiger Gast am Theater Bremen, wo sie in den vergangenen Jahren in der Titelpartie von Georges Bizets Carmen, als Marguerite in Hector Berlioz’ La Damnation de Faust und als Elisabetta in Gaetano Donizettis Maria Stuarda zu hören war. Internationale Aufmerksamkeit erregte Theresa Kronthaler durch ihre Teilnahme an Arno Schreiers Uraufführung von Hamletam Theater an der Wien unter Leitung von Michael Boder.

In der Spielzeit 2018/19 kehrte Theresa Kronthaler als Eglantine in Carl Maria von Webers Euryanthe wieder an das Theater an der Wien zurück und verkörperte an der Vlaamse Opera Antwerpen die Dame in Paul Hindemiths Cardillac. Einen besonderen Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere stellte das darauffolgende Hausdebüt am Teatro Real in Madrid dar, wo sie als Clairon in einer Neuproduktion von Richard Straussʼ Capriccio zu hören war. Auch in der Spielzeit 2019/20 setzt Theresa Kronthaler ihre künstlerische Zusammenarbeit mit dem Theater an der Wien fort und wird neben dem Ferdinand in der Uraufführung von Christian Josts Egmont auch als Adalgisa in Vincenzo Bellinis Norma zu erleben sein.

Ihre Tätigkeit als gefragte Konzertsängerin abseits der Opernbühne führte sie bisher an eine Vielzahl von Orten, mit Auftritten u. a. in der Sankt Petersburger Philharmonie, der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt, der Tonhalle Düsseldorf sowie auf Konzertreisen nach Italien, Spanien, in die Ukraine, die Schweiz und Ägypten. Bei den Dresdner Musikfestspielen gastierte sie als Solistin in Rossinis Petite Messe solenelle. Ihrem Debüt im Wiener Musikverein in Gustav Mahlers Symphonie Nr. 8 schloss sich eine ausgedehnte England-Tournee mit dem Brucknerorchester Linz unter Leitung von Markus Poschner an, wo Gustav Mahlers Symphonie Nr. 2 auf dem Programm stand. Unter Markus Poschner gastierte sie zudem in Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem beim Orchestra della Svizzera Italiana. Weitere konzertante Höhepunkte der Spielzeit 2019/20 beinhalten Beethovens Symphonie Nr. 9 mit dem European Youth Orchester unter dessen Chefdirigenten Vasily Petrenko beim Grafenegg Festival, am Berliner Konzerthaus und dem Bozen Festival sowie beim Festival de La Chaise-Dieu unter Jérémie Rhorer und dessen Le Cercle de l’Harmonie. Mozarts Requiem steht bei konzertanten Auftritten in der Berliner Philharmonie und dem Wiener Konzerthaus im Mittelpunkt.

Theresa Kronthalers erstes Soloalbum mit dem Titel The Living Loving Maid ist 2015 bei Sony Classical erschienen und wird in der Spielzeit 2019/20 auch im Rahmen des Mosel Musikfestivals erklingen.