Um Mitternacht

Sonntag 11.06.2017 18:00 Uhr
Günther Groissböck – Bass Gerold Huber – Klavier

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

 

Radio Ö1-Übertragung:
„Aus dem Konzertsaal“
14.09.2017, 19:30 Uhr

Jedes Heimspiel von Ausnahmesänger Günther Groissböck generiert ein Ereignis. Das musikalische Einverständnis mit seinem Klavierbegleiter Gerold Huber ist über die Jahre gewachsen und schier atemberaubend. Diesmal treffen sich die beiden Interpreten „Um Mitternacht“ und vertiefen sich in Gustav Mahlers „Rückert-Liedern“ sowie in russische Romanzen von Tschaikowsky und Rachmaninow.

Sehr geehrte Damen und Herrn, liebe Konzertbesucher,
Auf Grund einer krankheitsbedingten Absage von Günther Groissböck
wird sein Liederabend vom 11. Juni 2017, 18:00 Uhr auf

Sonntag, 26. November 2017, 18:00 Uhr verlegt.

 Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit.
Bei Kartenrückgabe wird der Verkaufspreis rückerstattet.
Info: Tourismusbüro Waidhofen/Ybbs 07442/511/255 sowie Ö-Ticket: 01/96096-321

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Günther Groissböck ist „die tiefe Opernstimme seiner Generation“. Ein wahrer basso cantante. Egal auf welcher Opernbühne der Welt, er weiß sein Publikum in prägnanten Rollengestaltungen zu begeistern und bestreitet dabei doch nie den leichten Weg.

Er geht auch interpretatorisch in die Tiefe und hängt sein Sportlerherz an jede Silbe und jeden Ton, der ein Wort und in weiterer Folge das gebannte Publikum berührt. Für seine vokal durchwirkte „Entdeckung der Nacht“ hat der Liedsänger Groissböck den Kutscher „Um Mitternacht“ geweckt. Neben Gustav Mahlers „Rückert-Liedern“, nach Texten Friedrich Rückerts, nebenbei Begründer der Deutschen Orientalistik, treten Lieder der Deutschen Romantik und im unpolitischen Gegensatz dazu Russische Romanzen aus der Feder von Peter Iljitsch Tschaikowsky und Sergej Rachmaninow in den Schatten des Nachtwächters. In Originalsprache geht hier der Schlag um Mitternacht in Vokalzonen quer durch Europa.

Das musikalische Einverständnis der beiden Künstler Günther Groissböck und Gerold Huber ist über die Jahre gewachsen und schier atemberaubend.

 

Mit freundlicher Unterstützung der
Niederösterreichischen Sparkassen

 

Ö1 Sendetermine

Donnerstag, 14. September, 19:30 Uhr
Der Liederabend mit Günther Groissböck und Gerold Huber im Rahmen des Klangraum Waidhofen 2017 wird in Ö1 in der Reihe „Aus dem Konzertsaal“ am 14. September um 19:30 Uhr gesendet.

Programm

Werke von
Gustav Mahler, Peter Iljitsch Tschaikowski, Sergei Rachmaninow

Günther Groissböck

– Bass

Günther Groissböck wurde in Waidhofen an der Ybbs geboren und erhielt seine Gesangsausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, u. a. in der Liedklasse von Robert Holl sowie später bei José van Dam.

Als Stipendiat des Herbert-von-Karajan-Zentrums war er in der Spielzeit 2002/03 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, bevor er danach für vier Jahre als erster Bass ans Opernhaus Zürich wechselte, wo er viele wichtige Rollen seines Fachs, wie zum Beispiel Sarastro, Sparafucile oder Titurel, sang.

Seit 2007 ist er freischaffend tätig und zählt mittlerweile zu den international gefragtesten Bässen seiner Generation. Zahlreiche Gastspiele führten ihn an die bedeutenden Opernhäuser der Welt, wie die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala, die Opéra National de Paris, die Bayerische Staatsoper München, die Wiener Staatsoper, die Deutsche Oper sowie die Staatsoper Unter den Linden Berlin, nach San Francisco, Los Angeles, Chicago sowie zu den Salzburger Festspielen und zum Festival d’Aix-en-Provence in Rollen wie Sarastro, Wassermann, Banquo, König Marke, König Heinrich, Fafner und Hunding. Die Rolle des Landgrafen Hermann verkörperte er zum ersten Mal 2008 am Gran Teatro del Liceu Barcelona und 2009 am Teatro Real in Madrid, wo er 2012 auch als Boris Godunow debütierte.

Neben seiner umfassenden Operntätigkeit führte ihn sein breites Konzertrepertoire, das z. B. Ludwig van Beethovens 9. Symphonie und Missa Solemnis, das Te Deum von Anton Bruckner, die 8. Symphonie von Gustav Mahler, das Requiem von W. A. Mozart und Giuseppe Verdi sowie Die Schöpfung und Die Jahreszeiten von Joseph Haydn umfasst, in die wichtigsten Konzertsäle Europas und der USA, wie die Philharmonie Berlin, das Gewandhaus Leipzig, Konzerthaus und Musikverein Wien, die Philharmonie am Gasteig München oder die Boston Symphony Hall. 2014 trat er in der Carnegie Hall mit den Wiener Philharmonikern in Beethovens 9. Symphonie auf.

2014 folgten Einladungen an die New Yorker Metropolitan Opera als Landgraf Hermann, an die Wiener Staatsoper als Wassermann und König Heinrich, an die Bayerische Staatsoper als Fasolt, Hunding, Orest, Fürst Gremin und Kardinal Brogni, sowie 2014 und 2015 zu den Salzburger Festspielen als Baron Ochs.

Gerold Huber

– Klavier

Der gebürtige Straubinger studierte als Stipendiat an der Hochschule für Musik in München Klavier bei Friedemann Berger und besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin.

1998 erhielt er gemeinsam mit dem Bariton Christian Gerhaher, mit dem er bereits seit Schülertagen ein festes Lied-Duo bildet, den Prix International Pro Musicis in Paris/New York. 2001 ging er als Preisträger aus dem Internationalen Klavierwettbewerb Johann Sebastian Bach Saarbrücken hervor.

„Seine empfindsamen Zwischenspiele sind schlicht zum Niederknien. Der Pianist legt mit seinem Spiel ein subtiles Geflecht von Irrungen und Wirrungen frei – Gerold Huber gelingt das Vordringen in die tiefen Schichten der Seele.“

So oder so ähnlich urteilt die Presse immer wieder enthusiastisch über Gerold Huber als Liedbegleiter. In dieser Rolle ist er regelmäßig zu Gast bei Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, dem Schleswig Holstein Musik Festival, in Vilabertran (Spanien), bei den Schwetzinger Festspielen und dem Rheingau Musik Festival oder den wichtigsten Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Wigmore Hall, der New Yorker Frick Collection, dem Salzburger Festspielhaus oder den Konzerthäusern in Essen, Dortmund oder Baden-Baden.

Gerold Huber ist ein besonders gefragter Begleiter der jüngeren Generation und arbeitet mit einer Vielzahl international renommierter Sänger zusammen, darunter Mojca Erdmann, Christiane Karg, Christina Landshamer, Ruth Ziesak, Maximilian Schmitt, Rolando Villazón und Franz-Josef Selig. Zudem ist er der Pianist der 2002 gegründeten „Liedertafel“, bestehend aus Markus Schäfer, Christian Elsner, Michael Volle und Franz-Josef Selig. Als Kammermusikpartner konzertierte Gerold Huber u. a. mit dem Artemis-Quartett, zudem arbeitet er regelmäßig mit dem Henschel-Quartett oder mit Reinhold Friedrich.

Solistisch widmet er sich vornehmlich den Werken Johann Sebastian Bachs, Ludwig van Beethovens, Johannes Brahms’ und Franz Schuberts. Konzerte führten ihn u. a. in die Münchner Residenz, in das Théâtre municipal de Romains nach Frankreich, zum Kultursommer Kassel oder zum New Zealand Festival in Wellington. Mit dem Schauspieler Hanns Zischler war Gerold Huber 2013 in einem Melodramenabend am Wiener Konzerthaus zu erleben.

Neben zwei Solo-CDs mit Werken von Beethoven und Schumann liegen zahlreiche herausragende CD-Einspielungen gemeinsam mit Christian Gerhaher vor. Ihre Aufnahmen der Winterreise und Der schönen Müllerin wurden jeweils mit dem Echo Klassik für die beste Liedeinspielung ausgezeichnet. Das Schubertalbum Abendbilder erhielt den Grammophone Award 2006.

In den folgenden Jahren erschienen zahlreiche weitere Lied-CDs: mit Christian Gerhaher (Schumann Melancholie bei RCA Red Seal – ausgezeichnet mit dem BBC Music Award 2009 und Mahler-Lieder – auch diese CD wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2010), ebenfalls mit Christian Gerhaher unter dem Dach von Sony, diesmal gemeinsam mit Mojca Erdmann Wolfs Italienisches Liederbuch, sowie 2012 das Album „Ferne Geliebte“, das mit Beethoven/Haydn und Schönberg/Berg eine Gegenüberstellung der beiden Wiener Schulen zeigt.

Zu seiner umfangreichen Diskografie zählen außerdem Einspielungen mit Bernarda Fink (Schubert bei harmonia mundi France), mit Ruth Ziesak (Liszt bei Berlin classics, Haydn und Mahler/Zemlinsky bei Capriccio, Mendelssohn bei AVI) und Aufnahmen mit Maximilian Schmitt bei Oehms classic (Clara und Robert Schumann / Schubert „Die schöne Müllerin“). In der Zukunft werden eine Schubert-CD mit Christian Gerhaher bei Sony und Aufnahmen mit Franz-Josef Selig bei AVI sowie mit Christina Landshamer bei Oehms classics erscheinen.

Gerold Huber gibt immer häufiger Meisterklassen, wie zuletzt an der University of Yale, dem Aldeburgh Festival sowie bei den Schwetzinger Festspielen. Seit 2013 hat Gerold Huber eine Professur für Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in Würzburg inne.