Liebe und Obsession

Sonntag 08.04.2018 18:00 Uhr
Sona MacDonald – Gesang Christian Frank – Klavier Herb Berger – Reeds Andy Mayerl – Kontrabass Klaus Pérez-Salado – Schlagzeug

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

 

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Ausnahmekünstlerin Sona MacDonald schlüpft in die Lebensrollen zweier Ausnahmekünstlerinnen: Lotte Lenya und Billie Holiday. MacDonald und ihre wunderbare Band interpretieren deren unsterbliche Hits und spannen einen Bogen von der Muse Kurt Weills bis hin zur tragischen Jazz-Ikone Billie Holiday. Eine Operation am offenen Herzen.

Sona MacDonald ist eine außergewöhnliche Künstlerin. Ihre stimmliche Präsenz ringt selbst Titaninnen ihrer Zunft jenen völlig eigenen Zugang ab, der Gänsehaut evoziert. So schlüpft die Sängerin und Schauspielerin mit hundertprozentiger Leidenschaft in die Lebensrollen der geborenen Wienerin Lotte Lenya, begibt sich auf Spuren der amerikanischen Jazz-Ikone Billie Holiday. Zwischen den Noten ranken und räkeln sich Geschichten um Liebesaffären, gescheiterte Beziehungen. Um politische Repression, Emigration und letales Suchtverhalten – Vorstrafen.

Das Publikum und die Kritik zeigten sich stets außer Rand und Band, wenn Sona MacDonald im wahrsten Sinne des Wortes „die Lenya“ oder „die Holiday“ auf der Bühne verkörpert, sich deren Lebenshunger überstülpt, den markanten Hits ein Echolot nachwirft. „Eine Überwältigung“, schrieb Norbert Mayer in der Tageszeitung „Die Presse“ nach der Premiere „Lenya Story. Ein Liebeslied“ an den Wiener Kammerspielen in einer Inszenierung von Torsten Fischer.

Andernorts hieß es in „Der Standard“: „MacDonald imitiert Holiday nicht, sondern verschmilzt mit dem Gesang, den sie zugleich sorgfältig präpariert. Der Mond strahlt, die vierköpfige Band (Leitung: Christian Frank) legt einen daunenweichen Teppich. Formvollendet.“

Und die Männer? Kurt Weill wollte nicht mehr sein als Lenyas „Lustknabe“; sie heirateten zwei Mal. Billie Holiday starb 44-jährig an zu viel Alkohol und Drogen. Holidays Interpretationen „greifen direkt an die Nervenbahnen“, so Stephan Richter. Und das sind auch die quecksilbrig flirrenden Schienen für Sona MacDonald und Band. Sie singt nicht nur die Lieder Lotte Lenyas und Billie Holiday, sie balanciert am offenen Herzen zweier unglaublicher Frauen.

Sona MacDonald

– Gesang

Sona MacDonald, gebürtige Wienerin, wuchs in den USA auf. Sie erhielt ihre umfassende Ausbildung in London (LAMDA), Wien und in den USA. Die Stationen ihrer Schauspiellaufbahn waren u. a. die Freien Volksbühne Berlin, das Staatstheater Schiller-Theater Berlin, das Bayerische Staatsschauspiel München, die Salzburger Festspiele, das Schauspielhaus Wien.

Seit 2005 ist Sona MacDonald Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Seit 2013 gastiert sie am Wiener Burgtheater.

Sie arbeitete mit Regisseuren wie Peter Zadek und Peter Stein und Steven Berkoff und Matthias Hartmann.
Mit „Spatz und Engel“ im Wiener Burgtheater brilliert Sona MacDonald zusammen mit Maria Happel zurzeit in den Rollen der Marlene Dietrich und Edith Piaf.
2015 bei den Salzburger Festspielen als Jenny in der Dreigroschenoper und als Fräulein Julie und als Billie Holiday im Theater in der Josefstadt und in den Kammerspielen.

Parallel dazu verläuft eine Karriere als Sängerin mit Musical-Hauptrollen am Theater des Westens Berlin und an den Vereinigten Bühnen Wien (erste deutschsprachige Aufführung von Les Misérables), Konzertabenden (u.a. mit Angelika Kirchschlager) und etlichen CD-Aufnahmen (u.a. mit Max Raabe in der Dreigroschenoper mit dem Ensemble Modern). Sie konzertierte damit und auch mit Weills Siebentodsünden in Europa und in London, Jerusalem, und Los Angeles.

Neben ihrer umfassenden Bühnentätigkeit spielte Sona MacDonald auch in zahlreichen Fernsehproduktionen (u.a. Madame Nobel, Derrick, Siska, Tatort, Die Durchreise und Ediths Tagebuch)
Für ihre schauspielerischen Leistungen erhielt sie den O. E. Hasse-Preis in Berlin, den Kurt-Meisel-Preis in München und den Nestroy-Preis in Wien.

Sona MacDonald erhielt den Berufstitel Kammerschauspielerin im Bundeskanzleramt Wien im Juni 2014.

Christian Frank

– Klavier

Schon kurz nach seiner Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien war Christian Frank als musikalischer Leiter, Dirigent, Arrangeur, Komponist und Bandleader tätig. Er leitete sämtliche Revuen im Wiener Kabarett Simpl im Zeitraum 2005–2008 und war für die Musicals GREASE und FAME in St. Gallen und Klagenfurt musikalisch verantwortlich. Seit 2012 ist er musikalischer Leiter des Musicalsommers Amstetten.

Seit 10 Jahren ist er als musikalischer Leiter und Arrangeur für eine Vielzahl von Produktionen an den Kammerspielen Wien bzw. dem Theater in der Josefstadt tätig: LENYA STORY–EIN LIEBESLIED, LA CAGE AUX FOLLES, BLUE MOON, die europäische Erstaufführung von CATCH ME IF YOU CAN, IM WEISSEN RÖSSL, MANCHE MÖGENʼS HEISS, CABARET, SINGINʼ IN THE RAIN, EHʼ WURSCHT & FOREVER YOUNG (Franz Wittenbrink) u.v.a.m.

Er komponierte u.a. die Bühnenmusik zu ANATOL (R: Herbert Föttinger) und KLOTZ AM BEIN (beides Theater in der Josefstadt). Er produzierte Playbacks für Michael Niavarani/Viktor Gernot (DIE MUSTERKNABEN), Wir Staatskünstler, Alfons Haider, das Wiener Volkstheater, die Stockerauer Festspiele und das Theater der Jugend.
Weiters zeichnete er bei Soloprogrammen von Michael Niavarani, Angelika Niedetzky, Elke Winkens, Eva Marold, Maya Hakvoort, Drew Sarich musikalisch verantwortlich.

Als Pianist begleitet er u.a. Otto Schenk, Sona MacDonald, die Wiener Sängerknaben, Rainhard Fendrich, Marianne Mendt, Alexander Göbel u.v.a.m. Am Salzburger Landestheater war er musikalischer Leiter der Dreigroschenoper (R: Stephanie Mohr), wo er das Mozarteumorchester leitete. Für Österreichs Songcontest-Starter 2017 Nathan Trent und das Tiroler Symphonieorchester erstellte er eine eigene Orchesterversion seines ESC-Titels „Running on Air“.
Er tourt als musikalischer Leiter mit Nina Proll’s Programm VORSTADTLIEDER, und komponierte und produzierte den Song „Gib mir das“ zu ihrem Kinofilm „Anna Fucking Molnar“.

Im September 2017 tourte er mit BLUE MOON durch Deutschland und Österreich. Von Oktober bis Dezember 2017 war er als musikalischer Leiter der Europatour von Richard O’Brien’s ROCKY HORROR SHOW in Mailand, Florenz, Bremen, Hamburg und Wien unterwegs. Seine Konzerttätigkeit mit Mark Seibert führt(e) ihn nach Shanghai, Wien, Köln, Hamburg und Köln.
Am 4. Juni 2018 leitet er den Konzertabend mit Mark Seibert und Lukas Perman im Wiener Raimundtheater. Im Herbst 2018 wir er abermals mit Werner Sobotka für eine neue Produktion in den Kammerspielen Wien zusammenarbeiten.

Herb Berger

– Reeds

Andy Mayerl

– Kontrabass

Klaus Pérez-Salado

– Schlagzeug