Das Marmorbild

Montag 17.04.2017 18:00 Uhr
Fabian Krüger – Rezitation Elisabeth Breuer – Sopran Sigurd Hennemann – Klavier

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

 

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Das Gefühlskarussell der deutschen Romantik, in welcher alles auf einem doppelten Boden tanzend wankt. Vorgetragen, nachgesungen und ertastet vom Schweizer Burg-Schauspieler Fabian Krüger und der Sopranistin Elisabeth Breuer. Im Zentrum steht Joseph von Eichendorffs Novelle „Das Marmorbild“ – umrankt von Eichendorff-Vertonungen Robert Schumanns.

Treffen sich Joseph von Eichendorff und Robert Schumann, ist die Nacht nicht weit.

Der Schweizer Burgschauspieler Fabian Krüger liest die Novelle „Das Marmorbild“ von Eichendorff. Sie erzählt die Liebes- und damit Leidensgeschichte des jungen Edelmannes Florio, hin- und hergerissen zwischen Realität und Vorstellung: die Liebe zu einem jungen Mädchen auf der einen, sowie das marmorne Bildnis der Göttin Venus – gespiegelt in der Faszination zu einer fremden Dame –, auf der anderen Seite.

Dazwischen gesellen sich Eichendorff-Vertonungen von Robert Schumann, sein Liederkreis op. 39. Die Sopranistin Elisabeth Breuer wird mit Sigurd Hennemann am Klavier den im wahrsten Sinne des Wortes „Verdichtungen“ auf den Grund gehen: In der Fremde, Waldgespräch, Wehmut, Zwielicht, Mond- und Frühlingsnacht…

Das Gefühlskarussell der deutschen Romantik, in welcher alles auf einem doppelten Boden tanzend wankt. Vorgetragen, nachgesungen und ertastet.

Vieles! Eines sicher nicht: schwarz-weiß.

 

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Programm

Joseph von Eichendorff
Das Marmorbild

Robert Schumann
Liederkreis op. 39
nach Gedichten von Joseph von Eichendorff

Fabian Krüger

– Rezitation

Aufgewachsen in der Schweiz, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich. Er war Mitglied der Freien Theatergruppe 400asa und spielte am Maxim Gorki Theater in Berlin.

Nach Gastengagements gehörte Fabian Krüger 2003-2005 fest zum Ensemble des Schauspielhauses Bochum. Von 2005 bis 2009 war er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich.

Seit 2009 ist Fabian Krüger festes Ensemblemitglied des Burgtheater, u.a. zu sehen in: „Life and Times – Episode 1“ des Nature Theater of Oklahoma (R. Kelly Copper und Pavol Liska, 2009), als Sosias in Kleists „Amphitryon“ (R. Matthias Hartmann, 2009, Übernahme aus dem Schauspielhaus Zürich), Dolochow und andere Rollen in Leo Tolstois „Krieg und Frieden“ (R. Matthias Hartmann, 2010), Gastauftritt in „Life ans Times – Episode 2“ des Nature Theater of Oklahoma (R. Kelly Cooper, 2010), Orsino in Shakespeares „Was ihr wollt“ (R. Matthias Hartmann, 2010), Der Assistent in Botho Strauß’ „Das blinde Geschehen“ (UA, R. Matthias Hartmann, 2011) und Isaak Abramovic 2 in Anton Cechovs „Platonov“ (R. Alvis Hermanis, 2011), Virgil in „Die Kommune“ von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov (UA, R. Thomas Vinterberg, 2011), Mercutio in William Shakespeares „Romeo und Julia“ in der Regie von David Bösch (Burgtheater, 2011), in „Life and Times – Episode III & IV“ von Nature Theatre of Oklahoma (R. Kelly Cooper, Pavol Liska, 2012), Sinon/Apollon in „Troja“ (R. Matthias Hartmann, 2012), Arthur in „Der Komet“ von Justine del Corte, (R. Roland Schimmelpfennig, 2012). In „Einige Nachrichten an das All“ von Wolfram Lötz, (R. Antú Romero Nunes, 2012, ÖA). Edgar,-Sohn von Gloster- in „König Lear“ von William Shakespeare (R. Peter Stein, 2013).

In „Die Krönung Richards III.“ von Hans Henny Jahnn (R. Frank Castorf, 2014), St. Just in Georg Büchners „Dantons Tod“. (R. Jan Bosse, 2014), Friedrich Wetter, Graf vom Stahl in Heinrich von Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“ Regie: David Bösch (Burgtheater 2015), Nikita in Leo Tolstois „Die Macht der Finsternis“ in der Regie von Antú Romero Nunes (Akademietheater 2015) sowie in „Hotel Europa oder der Antichrist“ nach Joseph Roth, Regie von Antú Romero Nunes (Akademietheater 2016) und als Iwan Alexandrowitsch Chlestakow (Regie: Alvis Hermanns) in “Der Revisor“ von Nikolai Gogol (Burgtheater 2016)

Elisabeth Breuer

– Sopran

Die österreichische Sopranistin Elisabeth Breuer wuchs in Haus im Ennstal auf. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Elisabeth Batrice an der Grazer Kunstuniversität.

Von 2009 bis 2016 war Elisabeth Breuer Ensemblemitglied am Linzer Landestheater, wo sie sich ein großes Repertoire in Oper und Operette erarbeiten konnte.

Zu ihren wichtigsten Partien in Linz zählen Gretel (Hänsel und Gretel), Norina (Don Pasquale), Constance (Dialogues des Carmélites), Despina (Così fan tutte), Anne Frank (Das Tagebuch der Anne Frank), Adele (Die Fledermaus) oder auch die Sopran-Partie in der Ballettproduktion „Carmina burana“.

Als vielseitige Konzertsängerin trat sie bisher mit Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Concentus Musicus Wien, dem Bruckner Orchester Linz, dem L’Orfeo Barockorchester, dem Ensemble Zefiro oder dem Wiener Concert-Verein in Erscheinung. Sie ist regelmäßig zu Gast bei zahlreichen Festivals im In- und Ausland.

2013 wurde Elisabeth Breuer für ihre Darstellung der Constance (Dialogues des Carmélites) für den Österreichischen Musiktheaterpreis nominiert. 2014 erhielt sie den Jungensemblepreis der „Freunde des Linzer Musiktheaters“ und zuletzt wählten sie die Besucher des Linzer Musiktheaters zum Publikumsliebling der Saison 2015/16, wofür sie mit der Richard Tauber Medaille ausgezeichnet wurde.

Seit September 2016 ist Elisabeth Breuer als freischaffende Sängerin tätig. Seither war sie beim Festival Trigonale zu Gast, wo sie in Konzerten mit dem Miszla Baroque Orchestra und The Rose Consort of Viols auftrat. Sie gab als Donna Fulvia in Rossinis „La Pietra del Paragone“ ihr Italien-Debüt am Teatro Lirico di Cagliari auf Sardinien, gefolgt von ihren Auftritten in Zemlinskys „Der Zwerg“ am Teatro di San Carlo in Neapel.

Als Christel in Zellers „Vogelhändler“ war sie erstmals an der Oper Köln zu erleben, ebenso in der Münchner Philharmonie, wo sie mit Orffs „Carmina burana“ gemeinsam mit den Münchner Symphonikern zu hören war. Ihre künftigen Engagements führen die Sängerin in die Schweiz und nach Frankreich, um Bachs Johannespassion zur Aufführung zu bringen. Außerdem folgt sie Einladungen nach Magdeburg, Erfurt und ins Gewandhaus Leipzig, wo sie mit Mozarts C-Moll-Messe erstmals mit dem MDR Sinfonieorchester zusammenarbeitet.

Im Brucknerhaus Linz gastiert sie mit der 4. Symphonie von Balduin Sulzer gemeinsam mit dem Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies. Zudem wird sie erneut mit dem Gewandhausorchester Leipzig und auch erstmals mit der Staatskapelle Dresden in Erscheinung treten.

 

Sigurd Hennemann

– Klavier

Sigurd Hennemann ist gebürtig aus Mainz und studierte als Jungstudent am dortigen Konservatorium Klavier bei Agathe Wanek, einer Florica Muzicescu-Schülerin. Eine weitere Station war die Hochschule für Musik in Leipzig in den Fächern Klavier (Markus Tomas) und Gesang (Hans-Joachim Beyer).

In den USA studierte er an der School of Music/Indiana University, Bloomington bei dem Pianisten Leonard Hokanson Klavier und Liedbegleitung.

Er war Begleiter in den Gesangklassen von Patricia Wise, Martina Arroyo, Virginia und Giorgio Tozzi und arbeitete an der dortigen Oper als Opera Coach.

2001 wurde er ans Hessische Staatstheater Wiesbaden als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung engagiert und wechselte 2004 an das Linzer Landestheater, wo er viele Produktionen einstudiert und dirigiert hat.

Er war Chefdirigent des Opernfestivals Operamaya in Tulum, Mexiko. Seit 2015 ist er außerdem Leiter des traditionsreichen Linzer Brucknerchors, mit dem er 2016 Mendelssohn’s „Elias“ im Linzer Brucknerhaus aufführte.

Als Liedbegleiter und Kammermusiker leitet er gemeinsam mit seiner Frau Christiane Bubacz die „Espresso-Konzerte“ in Linz, die sowohl auf Lied, als auch auf Kammermusik spezialisiert sind und mit Künstlern wie Valentina Kutzarova oder Adrian Eröd zu hören sind.

Seit 2010 hat er einen Lehrauftrag für Gesangskorrepetition an der Bruckneruniversität Linz. Sigurd Hennemann ist Dozent bei den Austrian Masterclasses und beim Oboe-Fagott-Festival in Kremsmünster.