Claire de Lune

Sonntag 14.05.2017 18:00 Uhr
Claire Huangci – Klavier

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

 

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Radio Ö1-Übertragung:
„Festspielsender Ö1“
23.05.2017, 14:05 Uhr

Die junge amerikanische Pianistin mit chinesischen Wurzeln möchte mit ihren Interpretationen in erster Linie berühren. Sie tut dies so virtuos, dass auch ihr Zugang zum innersten Kern der Romantik aus den Seelen Chopins, Rachmaninows und – stilistisch etwas versetzt – aus jenen von Debussy und John Corigliano spricht, tönend Gefühle flutet.

Die junge amerikanische Pianistin mit chinesischen Wurzeln, wurde für ihre „Scarlatti-CD“ bereits mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Und das ist nur eine von vielen erfolgreichen Wegmarken. Es ist ihr ein Anliegen „Musik zu machen, an die man sich erinnert, nicht weil ich so schnelle Finger hatte, sondern weil sie so berührend war.“

Für den diesjährigen Muttertag im Rahmen des Klangraumes heftet auch sie sich auf die Spuren romantischer Nocturnes. Gewürzt mit der ihr selbstverständlichen Virtuosität. Mit Frédéric Chopin Nocturnes und Oscar-Gewinner John Corigliano bringt sie tatsächlich viel emotionales „Vitamin C“ mit ins Spiel.

In der dritten und letzten und von Huangci gewählten Klaviersonate Nr. 3 op. 58 von Chopin ist auch der 3. Satz „Largo“ eine „Nocturne“ – in seiner frühen stilistischen Phase knüpft John Corigliano 1976 über die Tonsprache seiner Altvorderen Samuel Barber oder Aaron Copland direkt an den genialischen Etüden Chopins oder den weit ausschweifenden Preludes Rachmaninows an.

Diese Nächte haben Schattenrisse, verenden an einer Bar des Morgengrauens.

 

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Ö1 Sendetermine

Donnerstag, 11. Mai, 11:30 Uhr
Die neue CD von Claire Huangci „A Chopin Diary“, erschienen bei Berlin Classics, wird am Donnerstag 11. Mai, 11:30 Uhr im neuen Ö1 Sendeformat „Des Cis“ von Dr. Gustav Danzinger vorgestellt.

Dienstag, 23. Mai, 14:05 Uhr
Das Konzert von Claire Huangci im Rahmen des Klangraum Waidhofen 2017 wird im „Festspielsender Ö1“ am Dienstag, 23. Mai um 14:05 Uhr gesendet.

 

Programm

 

Frédéric Chopin
2 Nocturnes für Klavier op. 27
Nr. 1: cis-Moll, Larghetto
Nr. 2: Des-Dur, Lento sostenuto

Klaviersonate h-Moll op. 58
Allegro maestoso
Scherzo: Molto vivace
Largo
Finale, Presto, ma non tanto, agitato

– Pause –

John Corigliano
Etude Fantasy (1976)
Etude 1: For the Left Hand Alone
Etude 2: Legato
Etude 3: Fifths to Thirds
Etude 4: Ornaments
Etude 5: Melody

Frédéric Chopin
Nocturne in H-Dur op. 62 Nr. 1

Sergei Rachmaninow
13 Préludes op. 32
Nr. 4 in e-Moll, Allegro con brio
Nr. 5 in G-Dur, Moderato
Nr. 6 in f-Moll, Allegro appassionato

Claude Debussy
L’Isle joyeuse

Claire Huangci

– Klavier

Claire Huangci zieht ihr Publikum in den Bann, denn ihr Spiel zeichnet sich durch glitzernde Virtuosität, gestalterische Souveränität, hellwache Interaktion sowie feinsinnige Klangdramaturgie aus.

Kurzum: sie vereint technische Brillanz mit musikalischer Ausdrucksstärke. Es ist ihr ein Anliegen “Musik zu machen, an die man sich erinnert, nicht weil ich so schnelle Finger hatte, sondern weil sie so schön war – so schön, dass sie zu Tränen rührte.”

„So spürt man bei Claire Huangci bei aller Brillanz immer auch den großen Ernst beim Musikmachen.“
Radio Bremen

Die junge amerikanische Pianistin mit chinesischer Abstammung konnte sich inzwischen als viel beachtete Künstlerin musikalisch etablieren und die Rolle des gefeierten Wunderkindes, das zehnjährig ein Privatkonzert für Präsident Bill Clinton gab, hinter sich lassen.

Mit neun Jahren startete Claire Huangci eine internationale Karriere mit Stipendien, Konzertauftritten und Preisen – zuletzt erhielt sie als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Internationalen ARD Musikwettbewerb (2011). Für sie selbst kristallisierte sich jedoch erst im späten Teenageralter heraus, dass sie sich mehr und mehr zu dem Instrument berufen fühlte. Dabei waren es viele kleine Momente, die ihre Liebe zum Klavierspielen vertieften. Wichtige Impulse erhielt sie dabei von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman am Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover wechselte.

Ein besonderer Wegbereiter für Claire Huangci war Frédéric Chopin, mit dem sie zunächst ambivalente Gefühle verband. Seinen halsbrecherischen Etüden stand sie anfangs skeptisch gegenüber, verliebte sich aber in seine Balladen und Sonaten. Genau dieser Musik verdankt Claire Huangci auch ihren künstlerischen Durchbruch: Sie erhielt den 1. Preis beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Darmstadt 2009 und beim Chopin-Wettbewerb in Miami 2010. So galt Claire Huangci 19-jährig bereits als ausdrucksstarke Chopin-Interpretin ihrer Generation.

Von der gefeierten Chopin-Interpretin hat sich Claire Huangci in den letzten Jahren zu einer vielseitigen und gefragten Musikerin entwickelt. Ihre große Wandlungsfähigkeit und ihr ungewöhnlich breites Repertoire, welches auch immer wieder zeitgenössische Werke umfasst, beweist sie bei der Arbeit mit internationalen Orchestern wie dem Mozarteumorchester Salzburg, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (unter Roger Norrington), Münchner Kammerorchester, dem China Philharmonic Orchestra sowie der Vancouver, Santa Fe, Moscow Radio und Istanbul State Symphony. Claire Huangci hat bereits in international bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, Tonhalle Zürich, dem Konzerthaus Berlin, Gasteig München, Gewandhaus Leipzig, Salle Cortot, der Oji Hall Tokyo und Symphony Hall Osaka gastiert und konzertierte bei Festivals wie dem Kissinger Sommer, Verbier Festival, Menuhin Festival Gstaad, Mozartfest Würzburg, Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, MDR Musiksommer und den Schwetzinger Festspielen.

Ihre Debüt-CD, die 2013 mit Einspielungen von Solowerken von Tschaikowsky und Prokofjew bei Berlin Classics erschien, wurde hochgelobt. Derweil veröffentlichte Berlin Classics nun auch das zweite Soloalbum mit Sonaten von Scarlatti. Dabei entschloss sich die Künstlerin für eine ganz eigene Interpretations- und Herangehensweise: Aus den 555 Sonaten wählte sie 39 aus und präsentiert diese in barocken Suiten und klassischen Sonaten. So gelingt es ihr auch die Brücke aufzuzeigen, welche Scarlatti zwischen Barock und Klassik schlug. Ausgezeichnet wurde die Aufnahme mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.