István Várdai

István Várdai, geboren 1985 in Pécs, Ungarn, begann mit acht Jahren Cello zu spielen. Im Alter von zwölf Jahren wurde er an der Franz Liszt Musikakademie Budapest in die Klasse der „außergewöhnlich Begabten“ aufgenommen.

2005 wechselte er zu Reinhard Latzko an der Wiener Musikakademie. Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse von Natalia Gutman, János Starker und Natalia Shakhovskaja. Von 2010 bis 2013 studierte er an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson.

István Várdai ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Bereits drei Mal gewann er den Internationalen David Popper Musikwettbewerb (2000, 2003, 2004). 2006 erhielt er einen Spezialpreis beim Emanuel Feuermann Wettbewerb in Berlin und den ersten Preis des Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerbs in Pörtschach. Er ist Preisträger des Internationalen Tchaikovsky Wettbewerbs 2007 (Dritter Preis und Spezialpreis), sowie des Internationalen Musikwettbewerbs Genf 2008 (Erster Preis, Publikumspreis, Prix Pierre Fournier und Prix Coup de Coeur Breguet). 2014 erhielt er den ersten Preis beim ARD Wettbewerb in München.

Seine Debüt-CD, für die er Werke von Elgar, Prokofiev und Janácek aufgenommen hat, erschien 2009 (Nascor). 2010 nahm er das Cellokonzert von Johann Baptist Vanhal mit der Camerata Schweiz unter der Leitung von Howard Griffith auf, 2015 Werke von Tchaikovsky für Cello und Orchester mit den Pannon Philharmonikern und Tibor Bogányi (Brilliant Classics). Seine CD „Singing Cello“ erschien in 2016 beim Label Hungaroton. 2017 erschien bei Brilliant Classics seine Aufnahme sämtlicher Bach Cello Solo Suiten.

Seit seinem Orchesterdebüt 1998 in Den Haag trat István Várdai mit international renommierten Orchestern wie den St. Petersburger Symphonikern, dem Mariinsky Theater Orchester, der Österreichisch-Ungarischen Haydn-Philharmonie, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, sowie dem Orchestre de Chambre Genève, dem Budapester Festivalorchester, dem Russischen Nationaorchester, der Camerata Schweiz, dem Orchestre de la Suisse Romande und der Kremerata Baltica auf. Er arbeitete unter anderem mit Dirigenten wie Ádám Fischer, Mikhail Pletnov, Howard Griffith, Gilbert Varga, Zoltán Kocsis, Nicolás Pasquet, Gábor Takács-Nagy, Marcus Bosch, Roman Kofman und Simon Gaudenz zusammen.

Als Solist und Kammermusiker spielte er auf großen Festivals wie den Schwetzinger Festspielen, dem Festival de Bellerive, dem Menuhin Festival Gstaad, dem Jerusalem Kammermusikfestival, dem Festival de Radio France Montpellier, dem Budapest Spring Festival, der Cello Biennale Amsterdam, dem Kobe International Cello Festival, dem Yuri Bashmet Winter Arts Festival, Cello Festival der Kronberg Academy, Stavanger und West Cork Chamber Music Festival und Verbier Festival.

Seit Oktober 2013 ist er Lehrbeauftragter an der Kronberg Academy und künstlerischer Leiter des Emanuel Feuermann Konservatoriums. Seit 2015 ist er – mit dem Geiger Kristóf Baráti – künstlerischer Leiter des Kaposfest Kammermusikfestivals in Ungarn.

István Várdai spielt auf dem berühmten „du Pré-Harrell“ Stradivari-Cello aus dem Jahr 1673.