Künstler 2017

Jörg Demus

– Klavier

Jörg Demus wurde am 2. Dezember 1928 in St. Pölten geboren. Seine Mutter war Konzertgeigerin, sein Vater, Universitätsprofessor Otto Demus, war ein weltbekannter Kunsthistoriker.

Den ersten Klavierunterricht erhielt Jörg Demus im Alter von sechs Jahren. Schon mit elf Jahren trat er in die Wiener Staatsakademie für Musik ein.Neben humanistischen Gymnasialstudien absolvierte er Klavier bei Prof. Walter Kerschbaumer, Orgel bei Prof. Karl Walter, Kapellmeisterschule bei den Professoren Swarowsky und Krips und Komposition bei Joseph Marx.

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Daran schloß sich eine Zeit ausgedehnter Studien im Ausland, besonders in Paris bei Yves Nat, bei Walter Gieseking in Saarbrücken, bei Wilhelm Kempff, Arturo Benedetti-Michelangeli und Edwin Fischer.

Im Alter von vierzehn Jahren debütierte Jörg Demus mit einem Klavierabend im Brahms-Saal der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

Im Jahre 1950 Debüts in London und Zürich, im Jahre 1951 die erste ausgedehnte Tournee durch Südamerika. Sein Debüt in Paris in der Salle Gaveau im Jahre 1953 wurde zu einer Sensation. Der Starkritiker des Figaro – Clarendon – schrieb eine begeisterte Kritik unter der Überschrift „Jörg Demus joue et gagne“ („Jörg Demos spielt und gewinnt“). 1956 erhielt Jörg Demus beim Internationalen Pianistenwettbewerb in Bozen den Premio Busoni.

Seither hat Jörg Demus in nahezu allen Musikzentren der Alten und Neuen Welt konzertiert. Dem Debüt in New York folgen jährliche Tourneen durch die USA, Japan, Asien, Australien und alle europäischen Staaten.

Seit vielen Jahren ist Jörg Demus gefeierter Gast bei internationalen Festspielen. Er hat unter Herbert von Karajan konzertiert, aber auch mit Joseph Krips, Carlo Zecchi, André Cluytens, Wolfgang Sawallisch, Seijo Ozawa, um nur einige zu nennen.

Viele seiner Schallplatten wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Bis jetzt liegt ein Repertoire von über 350 Langspielplatten, Compact Discs und Video-Aufnahmen vor, das Gesamteinspielungen des Klavierwerkes von Robert Schumann und Claude Debussy umfaßt, das „Wohltemperierte Klavier“ und die „Clavierübung“ von Bach, ferner Klavierkonzerte Bachs, Haydns, Mozart, Beethovens und Schumanns, aber auch zahlreiche Kammermusikwerke und Liedbegleitungen, besonders mit Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf, Elly Ameling und Peter Schreier.

Das jahrzehntelange Sammeln alter Tasteninstrumente, die von Grund auf spielbereit restauriert wurden, hat Jörg Demus zu zahlreichen Schallplattenaufnahmen angeregt. An Beethovens 200. Geburtstag erklangen Beethovens Broadwood und sein Hammerflügel von Conrad Graf unter den Händen von Jörg Demus beim Beethoven-Fest in Bonn. Im Salzkammergut entstand sein Museum „Die Geschichte des Klaviers“.

In Meisterkursen besonders in Japan, USA und Italien, sowie in seinem Klaviermuseum im Salzkammergut ist Jörg Demus ein hochgeschätzter Pädagoge.

Ein Band mit musikalischen Aufsätzen ist bei Brockhaus unter dem Titel „Abenteuer der Interpretation“ erschienen, ebenfalls ein Buch über die Klaviersonaten Beethovens.

Seit einigen Jahren hat sich Jörg Demus auch der Komposition zugewandt. So entstanden Sonaten für Klavier und Violine, für Klavier und Violoncello, Trios, Kompositionen für Klavier Solo und zahlreiche Lieder.

1977 Verleihung des Beethoven-Ringes der Beethovengesellschaft Wien
1979 Verleihung der Mozartmedaille der Wiener Mozartgemeinde
1981 Ernennung zum Ehrendoktor Amherst
1986 Schumann-Preis der Stadt Zwickau
2006 Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
2006 Ernennung zum Ritter der Französischen Ehrenlegion
2006 Welturaufführung der Oper ‘Der Tor und der Tod’ in Tokyo und Wien

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Fabian Krüger

– Rezitation

Aufgewachsen in der Schweiz, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich. Er war Mitglied der Freien Theatergruppe 400asa und spielte am Maxim Gorki Theater in Berlin.

Nach Gastengagements gehörte Fabian Krüger 2003-2005 fest zum Ensemble des Schauspielhauses Bochum. Von 2005 bis 2009 war er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich.

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Seit 2009 ist Fabian Krüger festes Ensemblemitglied des Burgtheater, u.a. zu sehen in: „Life and Times – Episode 1“ des Nature Theater of Oklahoma (R. Kelly Copper und Pavol Liska, 2009), als Sosias in Kleists „Amphitryon“ (R. Matthias Hartmann, 2009, Übernahme aus dem Schauspielhaus Zürich), Dolochow und andere Rollen in Leo Tolstois „Krieg und Frieden“ (R. Matthias Hartmann, 2010), Gastauftritt in „Life ans Times – Episode 2“ des Nature Theater of Oklahoma (R. Kelly Cooper, 2010), Orsino in Shakespeares „Was ihr wollt“ (R. Matthias Hartmann, 2010), Der Assistent in Botho Strauß’ „Das blinde Geschehen“ (UA, R. Matthias Hartmann, 2011) und Isaak Abramovic 2 in Anton Cechovs „Platonov“ (R. Alvis Hermanis, 2011), Virgil in „Die Kommune“ von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov (UA, R. Thomas Vinterberg, 2011), Mercutio in William Shakespeares „Romeo und Julia“ in der Regie von David Bösch (Burgtheater, 2011), in „Life and Times – Episode III & IV“ von Nature Theatre of Oklahoma (R. Kelly Cooper, Pavol Liska, 2012), Sinon/Apollon in „Troja“ (R. Matthias Hartmann, 2012), Arthur in „Der Komet“ von Justine del Corte, (R. Roland Schimmelpfennig, 2012). In „Einige Nachrichten an das All“ von Wolfram Lötz, (R. Antú Romero Nunes, 2012, ÖA). Edgar,-Sohn von Gloster- in „König Lear“ von William Shakespeare (R. Peter Stein, 2013).

In „Die Krönung Richards III.“ von Hans Henny Jahnn (R. Frank Castorf, 2014), St. Just in Georg Büchners „Dantons Tod“. (R. Jan Bosse, 2014), Friedrich Wetter, Graf vom Stahl in Heinrich von Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“ Regie: David Bösch (Burgtheater 2015), Nikita in Leo Tolstois „Die Macht der Finsternis“ in der Regie von Antú Romero Nunes (Akademietheater 2015) sowie in „Hotel Europa oder der Antichrist“ nach Joseph Roth, Regie von Antú Romero Nunes (Akademietheater 2016) und als Iwan Alexandrowitsch Chlestakow (Regie: Alvis Hermanns) in “Der Revisor“ von Nikolai Gogol (Burgtheater 2016)

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Elisabeth Breuer

– Sopran

Die österreichische Sopranistin Elisabeth Breuer wuchs in Haus im Ennstal auf. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Elisabeth Batrice an der Grazer Kunstuniversität.

Von 2009 bis 2016 war Elisabeth Breuer Ensemblemitglied am Linzer Landestheater, wo sie sich ein großes Repertoire in Oper und Operette erarbeiten konnte.

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Zu ihren wichtigsten Partien in Linz zählen Gretel (Hänsel und Gretel), Norina (Don Pasquale), Constance (Dialogues des Carmélites), Despina (Così fan tutte), Anne Frank (Das Tagebuch der Anne Frank), Adele (Die Fledermaus) oder auch die Sopran-Partie in der Ballettproduktion „Carmina burana“.

Als vielseitige Konzertsängerin trat sie bisher mit Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Concentus Musicus Wien, dem Bruckner Orchester Linz, dem L’Orfeo Barockorchester, dem Ensemble Zefiro oder dem Wiener Concert-Verein in Erscheinung. Sie ist regelmäßig zu Gast bei zahlreichen Festivals im In- und Ausland.

2013 wurde Elisabeth Breuer für ihre Darstellung der Constance (Dialogues des Carmélites) für den Österreichischen Musiktheaterpreis nominiert. 2014 erhielt sie den Jungensemblepreis der „Freunde des Linzer Musiktheaters“ und zuletzt wählten sie die Besucher des Linzer Musiktheaters zum Publikumsliebling der Saison 2015/16, wofür sie mit der Richard Tauber Medaille ausgezeichnet wurde.

Seit September 2016 ist Elisabeth Breuer als freischaffende Sängerin tätig. Seither war sie beim Festival Trigonale zu Gast, wo sie in Konzerten mit dem Miszla Baroque Orchestra und The Rose Consort of Viols auftrat. Sie gab als Donna Fulvia in Rossinis „La Pietra del Paragone“ ihr Italien-Debüt am Teatro Lirico di Cagliari auf Sardinien, gefolgt von ihren Auftritten in Zemlinskys „Der Zwerg“ am Teatro di San Carlo in Neapel.

Als Christel in Zellers „Vogelhändler“ war sie erstmals an der Oper Köln zu erleben, ebenso in der Münchner Philharmonie, wo sie mit Orffs „Carmina burana“ gemeinsam mit den Münchner Symphonikern zu hören war. Ihre künftigen Engagements führen die Sängerin in die Schweiz und nach Frankreich, um Bachs Johannespassion zur Aufführung zu bringen. Außerdem folgt sie Einladungen nach Magdeburg, Erfurt und ins Gewandhaus Leipzig, wo sie mit Mozarts C-Moll-Messe erstmals mit dem MDR Sinfonieorchester zusammenarbeitet.

Im Brucknerhaus Linz gastiert sie mit der 4. Symphonie von Balduin Sulzer gemeinsam mit dem Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies. Zudem wird sie erneut mit dem Gewandhausorchester Leipzig und auch erstmals mit der Staatskapelle Dresden in Erscheinung treten.

 

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Sigurd Hennemann

– Klavier

Sigurd Hennemann ist gebürtig aus Mainz und studierte als Jungstudent am dortigen Konservatorium Klavier bei Agathe Wanek, einer Florica Muzicescu-Schülerin. Eine weitere Station war die Hochschule für Musik in Leipzig in den Fächern Klavier (Markus Tomas) und Gesang (Hans-Joachim Beyer).

In den USA studierte er an der School of Music/Indiana University, Bloomington bei dem Pianisten Leonard Hokanson Klavier und Liedbegleitung.

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Er war Begleiter in den Gesangklassen von Patricia Wise, Martina Arroyo, Virginia und Giorgio Tozzi und arbeitete an der dortigen Oper als Opera Coach.

2001 wurde er ans Hessische Staatstheater Wiesbaden als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung engagiert und wechselte 2004 an das Linzer Landestheater, wo er viele Produktionen einstudiert und dirigiert hat.

Er war Chefdirigent des Opernfestivals Operamaya in Tulum, Mexiko. Seit 2015 ist er außerdem Leiter des traditionsreichen Linzer Brucknerchors, mit dem er 2016 Mendelssohn’s „Elias“ im Linzer Brucknerhaus aufführte.

Als Liedbegleiter und Kammermusiker leitet er gemeinsam mit seiner Frau Christiane Bubacz die „Espresso-Konzerte“ in Linz, die sowohl auf Lied, als auch auf Kammermusik spezialisiert sind und mit Künstlern wie Valentina Kutzarova oder Adrian Eröd zu hören sind.

Seit 2010 hat er einen Lehrauftrag für Gesangskorrepetition an der Bruckneruniversität Linz. Sigurd Hennemann ist Dozent bei den Austrian Masterclasses und beim Oboe-Fagott-Festival in Kremsmünster.

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Claire Huangci

– Klavier

Claire Huangci zieht ihr Publikum in den Bann, denn ihr Spiel zeichnet sich durch glitzernde Virtuosität, gestalterische Souveränität, hellwache Interaktion sowie feinsinnige Klangdramaturgie aus.

Kurzum: sie vereint technische Brillanz mit musikalischer Ausdrucksstärke. Es ist ihr ein Anliegen “Musik zu machen, an die man sich erinnert, nicht weil ich so schnelle Finger hatte, sondern weil sie so schön war – so schön, dass sie zu Tränen rührte.”

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„So spürt man bei Claire Huangci bei aller Brillanz immer auch den großen Ernst beim Musikmachen.“
Radio Bremen

Die junge amerikanische Pianistin mit chinesischer Abstammung konnte sich inzwischen als viel beachtete Künstlerin musikalisch etablieren und die Rolle des gefeierten Wunderkindes, das zehnjährig ein Privatkonzert für Präsident Bill Clinton gab, hinter sich lassen.

Mit neun Jahren startete Claire Huangci eine internationale Karriere mit Stipendien, Konzertauftritten und Preisen – zuletzt erhielt sie als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Internationalen ARD Musikwettbewerb (2011). Für sie selbst kristallisierte sich jedoch erst im späten Teenageralter heraus, dass sie sich mehr und mehr zu dem Instrument berufen fühlte. Dabei waren es viele kleine Momente, die ihre Liebe zum Klavierspielen vertieften. Wichtige Impulse erhielt sie dabei von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman am Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover wechselte.

Ein besonderer Wegbereiter für Claire Huangci war Frédéric Chopin, mit dem sie zunächst ambivalente Gefühle verband. Seinen halsbrecherischen Etüden stand sie anfangs skeptisch gegenüber, verliebte sich aber in seine Balladen und Sonaten. Genau dieser Musik verdankt Claire Huangci auch ihren künstlerischen Durchbruch: Sie erhielt den 1. Preis beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Darmstadt 2009 und beim Chopin-Wettbewerb in Miami 2010. So galt Claire Huangci 19-jährig bereits als ausdrucksstarke Chopin-Interpretin ihrer Generation.

Von der gefeierten Chopin-Interpretin hat sich Claire Huangci in den letzten Jahren zu einer vielseitigen und gefragten Musikerin entwickelt. Ihre große Wandlungsfähigkeit und ihr ungewöhnlich breites Repertoire, welches auch immer wieder zeitgenössische Werke umfasst, beweist sie bei der Arbeit mit internationalen Orchestern wie dem Mozarteumorchester Salzburg, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (unter Roger Norrington), Münchner Kammerorchester, dem China Philharmonic Orchestra sowie der Vancouver, Santa Fe, Moscow Radio und Istanbul State Symphony. Claire Huangci hat bereits in international bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, Tonhalle Zürich, dem Konzerthaus Berlin, Gasteig München, Gewandhaus Leipzig, Salle Cortot, der Oji Hall Tokyo und Symphony Hall Osaka gastiert und konzertierte bei Festivals wie dem Kissinger Sommer, Verbier Festival, Menuhin Festival Gstaad, Mozartfest Würzburg, Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, MDR Musiksommer und den Schwetzinger Festspielen.

Ihre Debüt-CD, die 2013 mit Einspielungen von Solowerken von Tschaikowsky und Prokofjew bei Berlin Classics erschien, wurde hochgelobt. Derweil veröffentlichte Berlin Classics nun auch das zweite Soloalbum mit Sonaten von Scarlatti. Dabei entschloss sich die Künstlerin für eine ganz eigene Interpretations- und Herangehensweise: Aus den 555 Sonaten wählte sie 39 aus und präsentiert diese in barocken Suiten und klassischen Sonaten. So gelingt es ihr auch die Brücke aufzuzeigen, welche Scarlatti zwischen Barock und Klassik schlug. Ausgezeichnet wurde die Aufnahme mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

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Karl Markovics

– Rezitation

Karl Markovics begann seine Laufbahn 1982 am Wiener Serapionstheater. Ab 1985 trat er in Michael Schottenbergs „Theater im Kopf“ ebenso wie in Karl Welunscheks legendärem „Wiener Ensemble“ auf.

Seine erste Filmrolle übernahm Markovics 1991 in dem Kinofilm «Hund und Katz» von Michael Sturminger. 1993 spielte er den Kirchingerwirt in Paul Harathers tragikomischem Roadmovie «Indien».

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Einem breiteren Publikum wurde der zweifache «Romy»-Preisträger als Bezirksinspektor Stockinger, zuerst in der österreichischen Krimiserie «Kommissar Rex», danach in der Spin Off-Serie «Stockinger» bekannt.

Es folgten zahlreiche Film-und Fernsehrollen, u. a. in «Drei Herren», «Hinterholz 8», «Late Show», «Komm, süßer Tod», «Franz Fuchs – ein Patriot» und in über 50 weiteren nationalen und internationalen Produktionen. So spielte Karl Markovics an der Seite von Liam Neeson im Thriller „Unknown Identity“, zusammen mit Harvey Keitel und Ralph Fiennes in „The Grand Budapest Hotel“ oder im Vorjahr unter der Regie von Terrence Malick in dessem neuesten Werk „Radegund“.

Die Hauptrolle des Salomon Sorowitsch in Stefan Ruzowitzkys Film «Die Fälscher» (2007), der 2008 als bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, war Markovics’ bislang größter internationaler Erfolg.

2009 war er zusammen mit anderen österreichischen Filmschaffenden Mitbegründer der Akademie des Österreichischen Films. 2011 gab er mit dem Spielfilm «Atmen» sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor. Die Produktion mit Thomas Schubert in der Hauptrolle wurde in die Reihe «Quinzaine des réalisateurs» der 64. Filmfestspiele von Cannes eingeladen, mit 40 internationalen Preisen ausgezeichnet, sowie 2012 mit 6 Österreichischen Filmpreisen ausgezeichnet.  Sein zweiter Kinofilm „Superwelt“, mit Ulrike Beimpold in der Hauptrolle, hatte 2015 bei den 65. Filmfestspielen von Berlin seine Welturaufführung.

Neben seiner Arbeit vor und hinter der Kamera tritt Karl Markovics in den letzten Jahren vermehrt als Interpret von musikalisch-literarischen Programmen auf. So bestritt er gemeinsam mit dem Akkordeonisten Kszysztof Dobrek und dem Geiger Aliosha Biz den Abend „Meine Winterreise“ im Gläsernen Saal/Musikverein, oder stand zusammen mit dem Ensemble Barucco in der Produktion „The King Arthur Seance“ von Helmut Jasbar auf der Bühne des Theaters an der Wien.

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Polina Charnetckaia

– Klavier

Polina Charnetckaia wurde 1991 in Moskau geboren. Ihren ersten Klavier­unter­richt erhielt sie mit 6 Jahren. Zu Beginn war sie Schülerin an der Skrjabin Musik­­schule in Moskau bei Marina Illina. Zu dieser Zeit studierte sie auch Quer­­flöte bei Elena Ostafieva.

Ab 2007 setzte sie ihr Studium am Chopin Musikcollege in Moskau fort und studierte dort bei Vera Nossina. Von 2011 bis 2012 war sie Studentin an der Gnessin Akademie in Moskau bei Vera Nossina.

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Seit 2012 studiert sie in Zürich an der ZHdK bei Konstantin Scherbakov. Sie schloss ihren Master of Performance sowie ihren Master Specialized Perfor­mance mit Auszeich­nung ab. Derzeit studiert sie im Master Music Pedagogy bei Konstantin Scherbakov.

Polina ist Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerb: unter ande­rem gewann sie den 1. Preis beim Duttweiler-Hug Wettbewerb Schweiz, den 2. Preis beim Wettbewerb für Zeitgenössische Musikinterpretation Schweiz, den Grand Prix bei „Music without limits“ Litauen, den Spezialpreis bei den „World Delphic Games“ Russland, den Spezialpreis bei „Kunst des 21. Jahr­hunderts“ Ukraine und den 3. Preis beim internationalen Klavierwettbewerb Serebriakov Russland.

Sie konzertierte solistisch und als Kammermusikerin in vielen Ländern Europas, u. a. in Deutschland, Italien, Litauen, Bulgarien, der Schweiz und Russland. Wertvolle Impulse erhielt sie von Dmitry Baschkirov, Konstantin Scherbakov, Vera Nossina, Victor Merzhanov, Zoltán Kocsis, Arie Vardi, Sergey Senkov und Alexey Skavronsky. Im Rahmen zahlreicher Kammermusik-Festivals konnte sie Erfahrungen im Klavier­trio und Klavierquartett sowie im Duo mit verschiede­nen Instrumenten sammeln und mit Künstlern wie Ulrich Koella und Evgeni Sinaiski zusammenarbeiten. Neben ihrer kammermusikalischen Tätig­keit tritt Polina Charnetckaia oft im Duo mit Gesang auf.

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Günther Groissböck

– Bass

Günther Groissböck wurde in Waidhofen an der Ybbs geboren und erhielt seine Gesangsausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, u. a. in der Liedklasse von Robert Holl sowie später bei José van Dam.

Als Stipendiat des Herbert-von-Karajan-Zentrums war er in der Spielzeit 2002/03 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, bevor er danach für vier Jahre als erster Bass ans Opernhaus Zürich wechselte, wo er viele wichtige Rollen seines Fachs, wie zum Beispiel Sarastro, Sparafucile oder Titurel, sang.

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Seit 2007 ist er freischaffend tätig und zählt mittlerweile zu den international gefragtesten Bässen seiner Generation. Zahlreiche Gastspiele führten ihn an die bedeutenden Opernhäuser der Welt, wie die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala, die Opéra National de Paris, die Bayerische Staatsoper München, die Wiener Staatsoper, die Deutsche Oper sowie die Staatsoper Unter den Linden Berlin, nach San Francisco, Los Angeles, Chicago sowie zu den Salzburger Festspielen und zum Festival d’Aix-en-Provence in Rollen wie Sarastro, Wassermann, Banquo, König Marke, König Heinrich, Fafner und Hunding. Die Rolle des Landgrafen Hermann verkörperte er zum ersten Mal 2008 am Gran Teatro del Liceu Barcelona und 2009 am Teatro Real in Madrid, wo er 2012 auch als Boris Godunow debütierte.

Neben seiner umfassenden Operntätigkeit führte ihn sein breites Konzertrepertoire, das z. B. Ludwig van Beethovens 9. Symphonie und Missa Solemnis, das Te Deum von Anton Bruckner, die 8. Symphonie von Gustav Mahler, das Requiem von W. A. Mozart und Giuseppe Verdi sowie Die Schöpfung und Die Jahreszeiten von Joseph Haydn umfasst, in die wichtigsten Konzertsäle Europas und der USA, wie die Philharmonie Berlin, das Gewandhaus Leipzig, Konzerthaus und Musikverein Wien, die Philharmonie am Gasteig München oder die Boston Symphony Hall. 2014 trat er in der Carnegie Hall mit den Wiener Philharmonikern in Beethovens 9. Symphonie auf.

2014 folgten Einladungen an die New Yorker Metropolitan Opera als Landgraf Hermann, an die Wiener Staatsoper als Wassermann und König Heinrich, an die Bayerische Staatsoper als Fasolt, Hunding, Orest, Fürst Gremin und Kardinal Brogni, sowie 2014 und 2015 zu den Salzburger Festspielen als Baron Ochs.

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Gerold Huber

– Klavier

Der gebürtige Straubinger studierte als Stipendiat an der Hochschule für Musik in München Klavier bei Friedemann Berger und besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin.

1998 erhielt er gemeinsam mit dem Bariton Christian Gerhaher, mit dem er bereits seit Schülertagen ein festes Lied-Duo bildet, den Prix International Pro Musicis in Paris/New York. 2001 ging er als Preisträger aus dem Internationalen Klavierwettbewerb Johann Sebastian Bach Saarbrücken hervor.

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„Seine empfindsamen Zwischenspiele sind schlicht zum Niederknien. Der Pianist legt mit seinem Spiel ein subtiles Geflecht von Irrungen und Wirrungen frei – Gerold Huber gelingt das Vordringen in die tiefen Schichten der Seele.“

So oder so ähnlich urteilt die Presse immer wieder enthusiastisch über Gerold Huber als Liedbegleiter. In dieser Rolle ist er regelmäßig zu Gast bei Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, dem Schleswig Holstein Musik Festival, in Vilabertran (Spanien), bei den Schwetzinger Festspielen und dem Rheingau Musik Festival oder den wichtigsten Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Wigmore Hall, der New Yorker Frick Collection, dem Salzburger Festspielhaus oder den Konzerthäusern in Essen, Dortmund oder Baden-Baden.

Gerold Huber ist ein besonders gefragter Begleiter der jüngeren Generation und arbeitet mit einer Vielzahl international renommierter Sänger zusammen, darunter Mojca Erdmann, Christiane Karg, Christina Landshamer, Ruth Ziesak, Maximilian Schmitt, Rolando Villazón und Franz-Josef Selig. Zudem ist er der Pianist der 2002 gegründeten „Liedertafel“, bestehend aus Markus Schäfer, Christian Elsner, Michael Volle und Franz-Josef Selig. Als Kammermusikpartner konzertierte Gerold Huber u. a. mit dem Artemis-Quartett, zudem arbeitet er regelmäßig mit dem Henschel-Quartett oder mit Reinhold Friedrich.

Solistisch widmet er sich vornehmlich den Werken Johann Sebastian Bachs, Ludwig van Beethovens, Johannes Brahms’ und Franz Schuberts. Konzerte führten ihn u. a. in die Münchner Residenz, in das Théâtre municipal de Romains nach Frankreich, zum Kultursommer Kassel oder zum New Zealand Festival in Wellington. Mit dem Schauspieler Hanns Zischler war Gerold Huber 2013 in einem Melodramenabend am Wiener Konzerthaus zu erleben.

Neben zwei Solo-CDs mit Werken von Beethoven und Schumann liegen zahlreiche herausragende CD-Einspielungen gemeinsam mit Christian Gerhaher vor. Ihre Aufnahmen der Winterreise und Der schönen Müllerin wurden jeweils mit dem Echo Klassik für die beste Liedeinspielung ausgezeichnet. Das Schubertalbum Abendbilder erhielt den Grammophone Award 2006.

In den folgenden Jahren erschienen zahlreiche weitere Lied-CDs: mit Christian Gerhaher (Schumann Melancholie bei RCA Red Seal – ausgezeichnet mit dem BBC Music Award 2009 und Mahler-Lieder – auch diese CD wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2010), ebenfalls mit Christian Gerhaher unter dem Dach von Sony, diesmal gemeinsam mit Mojca Erdmann Wolfs Italienisches Liederbuch, sowie 2012 das Album „Ferne Geliebte“, das mit Beethoven/Haydn und Schönberg/Berg eine Gegenüberstellung der beiden Wiener Schulen zeigt.

Zu seiner umfangreichen Diskografie zählen außerdem Einspielungen mit Bernarda Fink (Schubert bei harmonia mundi France), mit Ruth Ziesak (Liszt bei Berlin classics, Haydn und Mahler/Zemlinsky bei Capriccio, Mendelssohn bei AVI) und Aufnahmen mit Maximilian Schmitt bei Oehms classic (Clara und Robert Schumann / Schubert „Die schöne Müllerin“). In der Zukunft werden eine Schubert-CD mit Christian Gerhaher bei Sony und Aufnahmen mit Franz-Josef Selig bei AVI sowie mit Christina Landshamer bei Oehms classics erscheinen.

Gerold Huber gibt immer häufiger Meisterklassen, wie zuletzt an der University of Yale, dem Aldeburgh Festival sowie bei den Schwetzinger Festspielen. Seit 2013 hat Gerold Huber eine Professur für Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in Würzburg inne.

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